Präventionsforschung

Stress und Depression bei pflegenden Angehörigen und Menschen mit Demenz, z.B. bei Alzheimer-Erkrankung.

Ziele: Öffentlichkeitsarbeit zu Präventionsmaßnahmen, Handbuch für professionell Pflegende, E-Learning-Programme.

Pflegende Angehörige und Menschen mit Demenz – ein eingespieltes Team trifft auf Veränderungen

Wir verfolgen den besonderen therapeutischen Ansatz, pflegende Angehörige und Menschen mit Demenz als „Behandlungseinheit“ (Dyade) zu betrachten. Mittels eines naturalistischen und biopsychologischen Forschungsansatzes untersuchen wir Mechanismen der Stressbelastung und Stressbewältigung besonders bei pflegenden Angehörigen, um Resilienz zu fördern und präventiv der Erschöpfung und Folgeerkrankungen vorzubeugen.

Evaluation dyadisches Therapieprogramm

Wir führten eine vom rheinlandpfälzischen Gesundheitsministerium geförderte Studie durch, in der eine dyadische Therapie für pflegende Angehörige und Menschen mit Demenz im häuslichen Umfeld durch Pflegeexperten durchgeführt wird.

Inhalte sind Kommunikation, Stressbewältigung sowie Problemlösung. Wir erheben auch biologische Stressmarker aus Speichel und Haar zur Exploration zugrunde liegender Mechanismen.

Pflegende Angehörige – Risiken chronischer Stressbelastung

Pflegende Angehörige sind dauerhaft erhöhtem Stress ausgesetzt. Dadurch weisen sie ein deutlich erhöhtes Risiko auf, körperliche oder psychische Erkrankungen, vor allem Depression, zu entwickeln.

Auswertung – Tagesprofile Stresserleben

Item: Ich fühle mich gestresst (0-100); Auswertung Mittelwert +/- Standardfehler

Erste Zwischenergebnisse zeigen (n=15 Dyaden, Mittelwerte und Standardfehler), dass das subjektive Stresserleben nach den Therapiesitzungen bei pflegenden Angehörigen niedriger ist. Zudem zeigen vor allem Menschen mit Demenz niedrigere Werte des Stresshormons Cortisol nach den Therapiesitzungen.
(Wuttke-Linnemann A., Baake R., Fellgiebel A. 2018)