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Aktivitäten & Termine

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Kongress der DGPPN - 27.-30.11.19

Symposium zum Thema "Pflegende Angehörige von Menschen mit Demenz im Fokus – wissenschaftliche Evaluationen innovativer Versorgungsansätze" beim Kongress der DGPPN in Berlin

Ort: CityCube, Berlin
Chair: Prof. Fellgiebel; Co-Chair: Dr. Suhr (ZQP)

Erfahren Sie hier mehr über den Kongress.

Fachtagung "Das demenzsensible Krankenhaus" - 17.10.2019

Fachtag des Landes-Netz-Werks Demenz "Das demenzsensible Krankenhaus"

Vortrag: Demenzscreening bei allen alten Patienten im Krankenhaus!?

Chair: Prof. Dr. med. Andreas Fellgiebel Rheinhessen-Fachklinik Alzey, Zentrum für psychische Gesundheit im Alter (ZpGA)

Ort: Akademie der Wissenschaften und Literatur in Mainz

Zeit: 17.10.2019, 10.30 - 16.30 Uhr

Weitere Informationen: Programm der Fachtagung

 

Neue Innovationsfondsprojekte - Von der Idee zum laufenden Projekt - 7.09.2019

Vortrag zum hausarztbasierten Versorgungskonzept DemStepCare.

Chair: Prof. Fellgiebel

Ort: DGG-Jahreskongress 2019, Frankfurt

Zeit: 7. September 2019, 10 - 11.30 Uhr

DemStepCare Kick-Off - September 2019

In der Kick-Off-Veranstaltung zum Innovationsfondsprojekt DemStepCare besiegelten die Vertragspartner rund ums Landeskrankenhaus (AöR) die Zusammenarbeit im Projekt. Weitere Informationen zur Kick-Off-Veranstaltung finden Sie hier.

DemStepCare soll Demenzversorgung maßgeblich verbessern

Projekt des Landeskrankenhauses wird mit 4,3 Millionen Euro gefördert – Beteiligte Hausärzte werden von Krisenambulanz und Case Management unterstützt

Mainz/Andernach (18.09.2019). Damit ein Mensch mit Demenz gut versorgt werden kann, ist es nötig, dass die Diagnose frühzeitig gestellt wird und Behandlung und Begleitung ebenso zeitnah beginnen. Doch selbst heute erhält nur jeder zweite Betroffene überhaupt die Diagnose Demenz. Und das häufig erst, wenn im Rahmen einer häuslichen Krise die Versorgung auf der Kippe steht. Diese Krisen resultieren häufig aus Verhaltensstörungen von Patienten oder Erschöpfung pflegender Angehöriger. Was folgt sind Krankenhauseinweisungen, die mit hohen Kosten sowie häufigen Komplikationen verbunden sind. Eine effektive Möglichkeit zur ambulanten Krisenintervention gibt es in der Regelversorgung nicht.

Verbessern soll diese unbefriedigende Situation das Modell DemStepCare des Landeskrankenhauses (AöR). Das Modell wird in die bestehende Regelversorgung des Hausarztes integriert, dessen Praxis zum Wohle von Patienten und Angehörigen Dreh und Angelpunkt der Demenzversorgung bleibt. Modellregion ist die Stadt Worms, der Landkreis Alzey-Worms und die Stadt Bad Kreuznach. Das Projekt wird durch den Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) mit rund 4,3 Millionen Euro gefördert.

Das Projekt DemStepCare unterstreicht für Dr. Gerald Gaß, Geschäftsführer des Landeskrankenhauses, die eigene Unternehmensphilosophie im besonderen Maße: „Wir sind sehr stolz, dass unser Projekt den Gemeinsamen Bundesausschuss überzeugt hat und wir die Unterstützung aus dem Innovationsfonds erhalten. Wir haben den eigenen Anspruch, die Entwicklung der medizinischen Versorgung in unseren Fachdisziplinen maßgeblich mitzugestalten. Dieses Projekt steht für diesen Anspruch."

Sozial- und Gesundheitsstaatssekretär Dr. Alexander Wilhelm betonte bei der Kick-Off-Veranstaltung zum Projekt in der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz: „Mit einer Vernetzung von Hausärztinnen und -ärzten, den Pflegestützpunkten als Anlauf- und Beratungsstelle in Pflegefragen und künftig mit bedarfsgerechtem Einsatz von Case Management und Krisenambulanz, werden Menschen mit Demenz und deren Angehörige gestärkt, Krankenhausaufenthalte vermieden und die Gabe von Psychopharmaka reduziert. Das Projekt ist ein weiterer wichtiger Schritt, um Menschen mit Demenz weiterhin die Teilhabe am Leben in der Gesellschaft und der Gemeinde zu ermöglichen."

Das bestätigt Ideengeber und Leiter des Projekts Univ.-Prof. Dr. Andreas Fellgiebel. Fellgiebel ist als Leiter des Zentrums für psychische Gesundheit im Alter (ZpGA) am Landeskrankenhaus (AöR) auch Leiter von DemStepCare. Das Modellprojekt enthält zwei zentrale innovative Elemente:

1. Am Anfang steht, nach einer möglichst frühen und leitlinien-gerechten Diagnosestellung, die Beurteilung der häuslichen Versorgungssituation durch einen pflegerischen Case Manager in der Hausarztpraxis. Ist diese gut, erhält die betroffene Familie eine Beratung über regionale Hilfs- und Versorgungsmöglichkeiten und einen Hinweis auf den zuständigen Pflegestützpunkt. Bei schwieriger Versorgungssituation, wie zum Beispiel bei einem alleinstehenden Demenzpatienten, bietet der Case Manager eine bedarfsgerechte Begleitung an.

2. Bei manifesten oder drohenden Versorgungskrisen können Hausarzt oder Case Manager die aufsuchende Krisenambulanz in Anspruch nehmen. Die dort tätigen Pflegeexperten versuchen, durch ihre beratende, diagnostische und therapeutische Unterstützung die Krise aufzuheben. Krankenhauseinweisungen und Psychopharmaka sollen durch engmaschige, aufsuchende Behandlung und die Anwendung nicht-medikamentöser Therapieverfahren möglichst vermieden werden. Die oft sehr belasteten Angehörigen werden präventiv mitbehandelt. Zentraler Akteur der Krisenambulanz ist der qualifizierte Pflegeexperte, der im multiprofessionellen Team (bestehend aus Facharzt, Psychologe, Sozialdienst) eine pflegerisch-therapeutische Steuerungsfunktion besitzt.

DemStepCare enthält zudem regelmäßige Überprüfungen des Medikamentenplans durch speziell geschulte Pharmazeuten. Denn nicht selten ist eine ungünstige Medikamentenvergabe für Verhaltensänderungen verantwortlich. Auch sollen die multiprofessionellen Akteure (Pflegekräfte, Case Manager, Haus- und Fachärzte) durch eine digitale Krankenakte effektiver vernetzt werden. Das in der Projektlaufzeit von drei Jahren erprobte Versorgungskonzept wird im Rahmen einer wissenschaftlichen Studie durchgeführt und ausgewertet.

Für Andreas Fellgiebel ist klar: „Mit dieser innovativen Versorgungsform wird die hausärztliche Demenzversorgung durch effektive, ambulante Handlungsoptionen ergänzt. Diese soll zu einer stabileren Versorgung in der Häuslichkeit mit besserer Lebensqualität von Patienten und Angehörigen führen." Neben der verbesserten Lebensqualität der Betroffenen, der Reduktion von stationären Behandlungstagen und einem verminderten Einsatz von Psychopharmaka erwartet Fellgiebel so auch eine größere Demenzsensibilisierung der Hausärzte, die zur einer besseren Vernetzung der Hausarztpraxen mit den regionalen Demenznetzwerken führen wird.

Das Versorgungskonzept DemStepCare hat mehrere Kooperations- und Konsortialpartner, die für dessen Umsetzung unerlässlich sind. Dazu gehören die Krankenkassen BKK Landesverband Mitte, die DAK-Gesundheit, die IKK Südwest, die Techniker Krankenkasse (TK) sowie das Ärzte-Netzwerk MEDI Südwest und die Pflegekammer Rheinland-Pfalz. Kooperationspartner sind auch die Landesärztekammer, die Landespsychotherapeutenkammer und das Gesundheitsministerium Rheinland-Pfalz sowie das Gesundheitsnetz Alzey-Worms, die Stadt Worms und der Landkreis Alzey-Worms. Die wissenschaftliche Evaluation erfolgt durch die Universität Freiburg (IMBI), das Zentrum für Allgemeinmedizin der Unimedizin Mainz, die Apotheke der Unimedizin Mainz und pflegewissenschaftlich durch das LWL-Klinikum Gütersloh.

Medieninformation als PDF herunterladen.

Start DemStepCare - April 2019

Im April startete das Projekt DemStepCare. Das Projekt zielt ab auf eine Verbesserung der hausarztbasierten Versorgung von Menschen mit Demenz durch koordinierte Kooperation und risiko-adaptierten Einsatz spezialisierter Pflegekräfte.

Die Projektkoordination übernehmen Dr. Katharina Geschke und Teresa Weber. 

Erfahren Sie mehr zum Projekt DemStepCare

Poster Award für AgeGain beim Aging & Cognition Kongress 2019

Auf dem diesjährigen Aging & Cognition Kongress der European Cognitive Aging Society (EUCAS) in Zürich wurde eine Arbeit der AgeGain Arbeitsgruppe vorgestellt, der mit Dominik Wolf, Florian Fischer und Andreas Fellgiebel drei Wissenschaftler des ZpGA angehören. Für den Beitrag mit dem Titel “Structural Integrity of the Corpus Callosum Correlates with the Time Spent at High Physical Activity Levels in Healthy Older Adults” wurde David Riedel dabei mit dem Frontiers in Human Neuroscience Poster Award ausgezeichnet.

 

Eine Kurzzusammenfassung des Beitrages können Sie unter folgendem Link abrufen (S.98):

https://eucas.org/ac2019/wp-content/uploads/sites/4/2019/03/Aging-Cognition2019_Abstract-Book_210319.pdf

Vergangene Vorträge

31. DGG Kongress - 7.09.2019

Symposium zum Thema "Neue Innovationsfondsprojekte - Von der Idee zum laufenden Projekt!" beim Kongress der DGG in Frankfurt

Beitrag: DemStepCare – Hausarztbasierte Demenzversorgung mit koordinierter Kooperation und risikostratifiziertem Einsatz spezialisierter Pflegekräfte

Termin: 7. September 2019, 10 - 11.30 Uhr

Ort: Hörsaalzentrum, Campus Westend, Theodor-W.-Adorno-Platz 5, 60323 Frankfurt am Main

Redner: Prof. A. Fellgiebel, K. Geschke, A. Wuttke-Linnemann; Alzey, Mainz

Erfahren Sie mehr über das Symposium

 

37. Symposium der Fachgruppe Klinische Psychologie und Psychotherapie der Deutschen Gesellschaft für Psychologie (DGPs) - Mai 2019

Ort: Erlangen

Symposium zum Thema ‘Wirkmechanismen und Einflussfaktoren in der klinischen Gerontopsychologie und Psychotherapie im höheren Lebensalter‘ auf der Fachgruppentagung.

Redner: Töpfer, N. (Chair), Wuttke-Linnemann, A. (Co-Chair), Meichsner, F. (Co-Chair)

Einzelvortrag: Zugrundeliegende Mechanismen dyadischer Interventionen für Menschen mit Demenz und ihre pflegenden Angehörigen – ein Review und ein biopsychologisches Modell. 

Redner: Wuttke-Linnemann, A., Baake, R., und Fellgiebel, A.

Einzelvortrag: Aktivitätstracker zur Verhaltensaktivierung bei älteren Patienten mit Depression – eine Pilotstudie. 

Redner:  Wuttke-Linnemann, A., Baake, R., und Fellgiebel, A. 

 

Aging & Cognition 2019 - 24.-26.04.19

Internationaler wissenschaftlicher Fachkongress

Ort: Zürich, University of Zurich, University Research Priority Program, Dynamics of Healthy Aging, Andreasstrasse 15, Box 2, CH-8050 Zürich

Beiträge

Riedel D., Knaepen K., Wolf D., Strüder HK., Fellgiebel A. - Structural integrity of the corpus callosum correlates with the time spent at high physical activity levels in healthy older adults

Wuttke-Linnemann A., Baake R., Henrici C., Judmann B., Endres K., Fellgiebel A. - Biopsychological mechanisms underlying a home-based dyadic intervention for patients with dementia and their primary caregiver

 

3. Fachtag Demenz - März 2019

Ort: Pfalzklinikum, Klingenmünster

Vortrag: Stressbelastung pflegender Angehöriger von Menschen mit Demenz

Redner: Dr. Wuttke-Linnemann

 

Forum Geriatrie - März 2019

Ort: 55543 Bad Kreuznach, Haus des Gastes, Kurhausstraße 22-24

Vortrag

Prof. Dr. Andreas Fellgiebel

Unterstützung der hausarztbasierten Demenzversorgung: das Modellprojekt DemStepCare

Programm als Download

 

Demografiebeirat Baden-Württemberg - März 2019

Ort: 70173 Stuttgart, Neue Kanzlei, Königstraße 44

Vortrag

Prof. Andreas Fellgiebel

„Entwicklung regionaler Teilhabe- und Versorgungsnetzwerke für ältere Menschen – Beispiel Demenz"

Der Demografiebeauftragte des Landes Baden-Württemberg, Thaddäus Kunzmann, hat einen Demografiebeirat gegründet. Professor Fellgiebel referiert bei der konstituierenden Sitzung, die moderiert wird vom Kuratorium Deutsche Altershilfe Wilhelmine-Lübke-Stiftung (KDA).

Lesen Sie hier das Abstract zum Vortrag.

 

Vorlesung - Februar 2019

Ort: Friedrich-Schiller-Universität Jena, Institut für Psychologie

Vortrag: Dyadische Beratung für Menschen mit Demenz und ihre pflegenden Angehörigen

Redner: Dr. Wuttke-Linnemann

 

Lebenswelt Demenz: DAK-Dialog - Februar 2019

Ort: Mainz, Landesmuseum, Große Bleiche 49-51

Vortrag

Prof. Dr. Andreas Fellgiebel

Was brauchen wir für eine gute medizinische Demenzversorgung in Rheinland-Pfalz

 

Medizinische Gesellschaft Mainz - Vortrag zur Prävention von Demenzerkrankungen - Januar 2019

Ort: Mainz, Universitätsmedizin, Langenbeckstraße 1

Prof. Dr. Andreas Fellgiebel

Strategien zur Prävention von Demenzerkrankungen

 

DGPPN-Kongress 2018 - November 2018

Ort: Berlin City Cube

Symposien/Vorträge/Poster

Symposium

Belastungen pflegender Angehöriger von Menschen mit Demenz im Fokus: Identifikation von Resilienzfaktoren und Interventionen zur Unterstützung und Stressreduktion

Vorsitz/ Ko-Vorsitz

Prof. Dr. Andreas Fellgiebel / Dr. Alexandra Wuttke-Linnemann

  1. Angela Kunzler, Mainz (Psychiatrie, Unimedizin)
    Gesund pflegen - eine längsschnittliche Pilotstudie zu Resilienzfaktoren, Stresserleben und psychischer Gesundheit bei pflegenden Angehörigen von Demenzerkrankten
  2. Andreas Fellgiebel
    Wenn die häusliche Versorgung kippt - Angehörigenbelastung und Charakteristika von Demenzpatienten in vollstationärer versus tagesklinischer Behandlung
  3. Sabine Jansen, Berlin (Deutsche Alzheimer Gesellschaft)
    Online-Unterstützung für Angehörige jung Erkrankter
  4. Alexandra Wuttke-Linnemann
    Psychobiologische Mechanismen eines aufsuchenden, dyadischen Unterstützungsprogramms für Menschen mit Demenz und deren pflegenden Angehörigen


Postersitzung Gerontopsychiatrie

Die Aufsuchende Gerontopsychiatrische Fachambulanz (Agfa) ein neues Angebot für Menschen mit Demenz und ihre pflegenden Angehörigen

Salbach C.1, Bretscher H.1, Höhn T.1, Polz M.1, Reiter A.1, Baake R. 1,2, Wuttke-Linnemann A.1,2, Fellgiebel A.1,2

1 Rheinhessen-Fachklinik Alzey, Abteilung für Gerontopsychiatrie, 2 Landeskrankenhaus (AöR), Zentrum für psychische Gesundheit im Alter (ZpGA)

Neues Zentrum will psychische Gesundheit im Alter stärken

Landeskrankenhaus (AöR) und Universitätsmedizin Mainz erforschen und entwickeln innovative Behandlungsmethoden – 4,3 Millionen Euro Fördergeld

Mainz. Das Landeskrankenhaus (AöR) hat in Kooperation mit der Universitätsmedizin Mainz das bundesweit erste „Zentrum für psychische Gesundheit im Alter“ (ZpGA) gegründet. Das Konzept fußt auf den Säulen wissenschaftlicher Forschung, innovativer Behandlung und multiprofessioneller Vernetzung, um Menschen mit psychischen Erkrankungen und ihren pflegenden Angehörigen bestmögliche Unterstützung und Lebensqualität zu gewährleisten. Eine außerordentliche Wertschätzung erfährt das ZpGA durch die Förderzusage des Gemeinsamen Bundesausschusses über 4,3 Millionen Euro in den nächsten drei Jahren.

Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler lobte das neue ZpGA als zukunftsweisende Initiative. „Es ist wichtig, gerade auch bei älteren Menschen Selbstheilungskräfte und Widerstandskraft zu stärken und damit das Risiko von psychischen und körperlichen Erkrankungen zu minimieren. Genau das sind die Ziele des neuen Zentrums, in dem es neben der Entwicklung effektiver Behandlungsmethoden vor allem um die Erforschung der Resilienz und die Förderung und Umsetzung von präventiven Maßnahmen geht. Ich danke deshalb allen Beteiligten, besonders den Vertretern des Landeskrankenhauses und der Universitätsmedizin für Ihre engagierte Aufbauarbeit und wünsche den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des neuen Zentrums gutes Gelingen.“

Ideengeber und Leiter des Zentrums ist Univ.-Prof. Dr. Andreas Fellgiebel, Chefarzt der Gerontopsychiatrie der Rheinhessen-Fachklinik Alzey. Er sagt: „Wir wollen mit dem ZpGA die Vorbeugung psychischer Erkrankungen im Alter weiterentwickeln. Dazu arbeiten wir berufsübergreifend sehr individuell mit den Patienten und Angehörigen zusammen. Basis unserer Arbeit ist die Forschung, zum Beispiel in Bereichen des kognitiven Lernens im Alter oder der Stressbelastung pflegender Angehöriger. Aus der Forschung heraus entwickeln wir Präventions- und Behandlungsstrategien für Ältere, durch die sie ihre psychische Gesundheit und Lebensqualität trotz zahlreicher Einschränkungen und Belastungen, wie etwa der Pflege eines an Demenz erkrankten Lebenspartners, besser aufrechterhalten können.“

Die Gründung des ZpGA ist für das Landeskrankenhaus (AöR), Träger der Rheinhessen-Fachklinik Alzey, ein wichtiger Baustein der eigenen Unternehmensphilosophie. Geschäftsführer Dr. Gerald Gaß betont: „Die Entwicklung zukunftsweisender Versorgung und innovativer Leistungsangebote sind im Landeskrankenhaus fest verankert. Das ZpGA steht für die Umsetzung dieser Kriterien. Es versteht sich als Bindeglied zwischen Forschung mit dem Schwerpunkt Prävention und der Implementierung gesundheitserhaltender Maßnahmen und innovativer Versorgungsmodelle der Regelversorgung.“

Für Univ.-Prof. Dr. Klaus Lieb, Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universitätsmedizin Mainz, ist klar, dass vor dem Hintergrund des demografischen Wandels auch die psychische Gesundheit älterer Menschen zunehmend in den Fokus des wissenschaftlichen und therapeutischen Interesses rückt. „Als Kooperationspartner entwickelt die Universitätsmedizin Mainz zusammen mit dem ZpGA innovative Formen der Prävention und neue Behandlungsformen für psychische Erkrankungen im Alter. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Resilienzforschung, durch die ältere Menschen in die Lage versetzt werden sollen, ihre geistige Leistungsfähigkeit auch bis ins hohe Alter zu erhalten.“

Eine frühe Diagnostik ist wichtig, um Patienten mit Demenzerkrankungen und ihren Angehörigen gut zu helfen, erklärt Dr. Günther Matheis, Präsident der Landesärztekammer Rheinland-Pfalz. Doch eine Diagnose ohne Versorgungskonsequenz bringt keinen Vorteil. Deshalb sollte eine frühe Diagnostik unbedingt einhergehen mit einem bedarfsgerechten Versorgungsangebot. So lässt sich die häusliche Versorgungssituation für Patienten und Angehörige stabilisieren. Für eine noch intensivere hausarztbasierte Versorgung von älteren Menschen haben sich landesweit bereits über 1000 Ärztinnen und Ärzte mit der Fachkunde Geriatrie zusätzlich qualifiziert und so einen wichtigen Baustein für eine verbesserte Versorgung der älteren Patientinnen und Patienten gelegt.

Seelisches Wohlbefinden ist ein bedeutendes Kriterium für Lebensqualität im Alter. „Symptome, die auf ein seelisches Leiden, etwa eine Depression, hinweisen, bleiben aber oft unerkannt. Viele ältere Menschen sprechen nicht über ihre Probleme, weil psychische Erkrankungen immer noch mit Tabus behaftet sind“, sagt Sanitätsrat Dr. Günter Gerhardt, Vorsitzender der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. (LZG). „Die LZG engagiert sich gemeinsam mit dem Sozial- und Gesundheitsministerium für die Aufklärung über Demenz und Depression, damit Betroffene schneller Hilfe erhalten und Lebensqualität wiederhergestellt wird. Wir freuen uns, für dieses Ziel mit dem Zentrum für psychische Gesundheit im Alter zukünftig zusammenzuarbeiten.“

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Prävention im Alter – Gesund und fit älter werden
Beiträge Fellgiebel: "Neurobiologie des gesunden Alterns" und "Neuro-
degeneration und psychische Erkrankungen"

Downoad Datei - Fellgiebel_Fachmagazin_ProAlter_1-2019.pdf

Beitrag Fellgiebel in ProAlter 1/2019
Download (PDF, 590 KB)

Downoad Datei - Fellgiebel_Fachmagazin_ProAlter_4-2018_01.pdf

Interview Fellgiebel in ProAlter 4/2018
Download (PDF, 2.54 MB)