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Cafeteria ist das Sahnehäubchen

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Neues Sozialzentrum der Rheinhessen-Fachklinik eingeweiht / Baukosten: 5,1 Millionen Mark

Die Prominenz staunte nicht schlecht: „Ich bin überrascht, wie schön dieses Haus geworden ist“, jubelte Landrat Hansjochem Schrader, und Sozialminister Florian Gerster sprach gar von einem „architektonischen Juwel“. Die Ovationen galten dem nagelneuen Sozialzentrum der Rheinhessen-Fachklinik (RFK). Was die Politiker noch fröhlicher stimmte: Das Projekt war auf 6,1 Millionen Mark veranschlagt worden, kostete unterm Strich aber eine runde Million weniger.

Genau genommen hat das Gründerzeitgebäude exakt 83 Jahre auf dem Buckel. Lange Zeit war hier die Zentralküche der Klinik untergebracht, bis 1995 die ersten Umbaumaßnahmen begannen. Seitdem ist viel passiert: Außen- und Innenwände wurden in frisches Weiß getränkt, historisierende Fenster eingebaut, der Fußboden mit Granit und Holzparkett aufgemöbelt und mächtige Leuchter aufgehängt. Auch der gesamte Außenbereich wurde neu gestaltet. All dies erzeugt das passende Ambiente für ein gründerzeitliches Café, in dem Patienten, deren Angehörige und auswärtige Gäste sich bei Kaffee und Kuchen zum Plausch treffen können. Das neue Kommunikationszentrum soll die „Patienten positiv beeinflussen“ und „therapieunterstützend wirken“, erhofft sich die Klinikleitung.

„Dies ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Öffnung der Psychiatrie gegenüber der Stadt und der Bevölkerung“, sieht Sozialminister Gerster die Cafeteria als potentiellen Besuchermagneten. Überhaupt sei es beeindruckend, was aus der einst ummauerten Klinik geworden sei. Sie präsentiere sich heute offen, einladend und sei in der Stadt fest verwurzelt.

Das mit Mitteln des Landes renovierte Gebäude hält nicht nur Kalorienhaltiges bereit. Im Erdgeschoss befinden sich zudem Begegnungs- und Ausstellungsräume. Zudem finden Seelsorger, die Patientenfürsprecherin und eine Bücherei eine feste Bleibe. Im Obergeschoss sind Büroräume der Institutsambulanz. Außerdem soll dort bald eine Tagesstätte für alte, psychisch-behinderte Menschen eingerichtet werden. In dieser Sache laufen gegenwärtig noch Verhandlungen zwischen Klinik und Kreis. Mit der Umsetzung der Pläne wird für das Frühjahr gerechnet.

Allgemeine Zeitung, 07. Dezember 1998

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