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Schon jetzt Notbetten

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Jugendpsychiatrische Abteilung in der RFK eingeweiht

Die neue Abteilung für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie in der Rheinhessen-Fachklinik (RFK) ist gestern offiziell eröffnet worden. Im „Haus Hunsrück“ stehen derzeit 20 Betten zur stationären Behandlung von psychisch kranken Kindern und Jugendlichen zur Verfügung. Trotzdem herrscht schon jetzt Platzmangel: „Wir mussten“, sagte Dr. Andreas Stein, Leiter der Abteilung, „schon Notbetten aufstellen.“

Seit April dieses Jahres wurden bereits 52 junge Patienten im Alter von fünf bis achtzehn Jahren behandelt, weitere stehen auf einer Wartliste. In den kommenden Monaten wird die Abteilung vergrößert. Damit ist der RFK dann für die Kinder und Jugendpsychiatrie Versorgung für die Städte Mainz und Worms sowie die Landkreise Alzey-Worms, Mainz- Bingen, Bad Kreuznach und Rhein-Hunsrück zuständig. Vier Millionen Mark hat der Umbau des Hauses Hunsrück gekostet. Aus dem schmucken Altbau ist eine moderne Kinderklinik geworden, die so gar nicht wie ein Krankenhaus aussieht. Der Boden ist lindgrün, die Türrahmen sind bunt angemalt. In den Kinderbetten warten Stofftiere auf ihre Besitzer. Im Garten des Hauses wurde ein Spielplatz angelegt. Der Umbau des Hauses Petersberg mit weiteren 20 Betten soll ebenfalls 4 Millionen Mark kosten, erklärte Norbert Finke, Geschäftsführer des Landeskrankenhauses, dem Träger der RFK.

Das Konzept der neuen Abteilung wurde speziell auf die Bedürfnisse der Kinder und Jugendliche abgestimmt. Für die Kinder gibt es Möglichkeiten zum Spielen, Toben und Lernen; eine Lehrerin unterrichtet die schulpflichtigen Patienten. Die Jungen und Mädchen, die in der Station aufgenommen werden, leiden unter anderem an emotionalen Störungen, Angstzuständen, psychosomatischen Krankheitsbildern oder an Beeinträchtigung der Konzentrationsfähigkeit. Vor allem bei den Älteren kommen depressive oder Suchterkrankungen sowie Störungen des Realitätsbezuges hinzu.

Die Betreuung der Kinder und Jugendlichen erfolgt in kleinen Gruppen von vier bis fünf Patienten, denen jeweils eine feste Bezugsperson aus dem Pflege- und Erziehungsdienst zugeordnet  wird. Diese arbeitet eng mit den Ärzten und Therapeuten zusammen, auch die Eltern werden stark in die Behandlung mit eingebunden.

Sozialminister Florian Gerster und Bürgermeister Knut Benkert begrüßten die Einrichtung der neuen Abteilung, die die Versorgung in der Jugendpsychiatrie sicherstellt.

Allgemeine Zeitung, 2. Juni 1999

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