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Reha-Klinik für Senioren

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Geriatrische Klinik mit 40 neuen Arbeitsplätzen

Immer mehr ältere Menschen sind auf eine immer aufwendigere medizinische Versorgung angewiesen. Zur Entlastung der Akutkrankenhäuser haben Gesundheitsministerium und Krankenkassen eine Geriatrieplan aufgestellt, in dem die Bettenzahl für geriatrische Rehabilitation festgelegt wurde.

Nach der Sanierung der Reha-Klinik Rheingrafenstein werden dort auch vorerst 40 Betten für geriatrische Rehabilitation und einer Tagesklinik mit fünf Therapieplätzen zur Verfügung stehen. „Durchschnittlich werden die Patienten in der Reha bleiben, dann sind sie fit genug, um wieder nach Hause zu können“, erklärte der ärztliche Direktor der Reha-Klinik Rheingrafenstein Dr. Hans Erich Napp dem Staatssekretär Dr. Richard Auernheimer, den Vertreter der LVA und den anwesenden Kommunalpolitikern beim Rundgang durch die Baustelle.

Seit März werden dort verbreiterte Türen und behindertengerechte Nasszellen eingebaut, um den veränderten Anforderungen gerecht zu werden. Bis November sollen die Bauarbeiten (11,5 Millionen) beendet sein. Bis dahin läuft der Klinikbetrieb in einem angemiteten Gebäude der Paracelsus-Klinik weiter.

Die Vorgabe der Umsetzung des Geriatrieplanes sei vor allem, vorhandene Kapazitäten zu nutzen. Statt Klinikneubau strebe man eine Umnutzung vorhandener zur Geriatrie an, erklärte der leitende Ministerialrat Lothar Fleck.„No goes to slow goes“, heiße die Devise der Geriatrie, so Dr. Napp. Wir wollen bettlägerige Patienten dazu bringen, dass sie wieder selber laufen können und somit weniger auf fremde Hilfe angewiesen sind. 40 Prozent der Patienten hätten orthopädische Probleme,  25 Prozent internistische Leiden wie Herzinfarkt, Schlaganfall. Auch Diabetes oder neurologische Krankheiten wie Parkinson werden behandelt. Napp nannte die „four giants“ der Geriatrie: Immobilität, Instabilität, Inkontinenz intellektueller Abbau. Ohne gezielte geriatrische Hilfe sichten solche Patienten lange in Krankenhausbetten. Das Ziel der geriatrischen Rehabilitation sei es, die Patienten schnell wieder in die vertraute Umgebung zu Hause oder ins Altenheim entlassen zu können. Durch gezielte Krankengymnastik und Massagen würden die Patienten mobiler und auch durch psychologische Maßnahmen würden sie darauf vorbereitet, wieder mehr für sich selbst sorgen zu können. Dadurch werden auch Kosten eingespart, denn der Tagessatz in der geriatrischen Reha-Klinik ist mit 275 Mark durchschnittlich um 325 Mark billiger als im Akutkrankenhaus.

Neben der Geriatrie stehen weiterhin 60 Betten für die Versorgung von Patienten nach dem Kriegsopfergesetz zur Verfügung. Wenn diese Betten nicht mehr gebraucht werden, sollen sie auch für die Geriatrie eingesetzt werden. Zur Wiedereröffnung der Klinik werden. Zur Wiedereröffnung der Klinik werden ungefähr 40 neue Arbeitsplätze entstehen.

Öffentlicher Anzeiger, 23, August 2000

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