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Tagesstätte für altersverwirrte Menschen in der Rheinhessen-Fachklinik Alzey

Schon vor einem halben Jahr wurde die gerontopsychiatrisch- geriatrische Tagesstätte der Rheinhessen-Fachklinik Alzey in Betrieb genommen worden, erklärte Norbert Finke, Geschäftsführer des Landeskrankenhauses, dem Trägerverein. Nun fand die offizielle Eröffnung der Tagesstätte unter dem Beisein von Staatssekretär Richard Auernheimer vom Ministerium für Arbeit, Soziales und Gesundheit statt.

Er begrüßte die Einrichtung und erklärte, die Rheinhessen-Fachklinik Alzey sei mit der Einrichtung einer Tagesstätte für alters verwirrte Menschen anderen Einrichtungen weit voraus. Die Psychiatrie-Reform in Rheinland-Pfalz hebe den ambulanten Aspekt hervor; stationäre Aufenthalte würden verringert oder ganz vermieden. Für Angehörige bringe die Tagesstätte eine Entlastung von der schwierigen Betreuungsarbeit. Wichtig sei ein intensives Zusammenwirken von Psychiatrie und Altershilfe, um altersverwirrten Menschen eine noch bessere Versorgung zu gewährleisten.

Die gerontopsychiatrisch- geriatrische Tagesstätte ist eine teilstationäre Abteilung mit 15 Plätzen für bedürftige Senioren und altersverwirrte Menschen, die sich einen geregelten Tagesablauf wünschen. Sie gehören organisatorisch zum Heilbereich der Klinik. Bislang kommen regelmäßig zehn bis zwölf Gäste, je nach Bedarf die ganze Woche über oder nur an bestimmten Tagen. In der Tagesstätte arbeiten ausgebildete Fachkräfte aus dem Bereich Altenhilfe; eine Sozialpädagogin, vier Pflegekräfte und eine Ergotherapeutin.

Der Bedarf an Tagesstättenplätzen werde mit Sicherheit in der nächsten Zeit zunehmen, sagt Norbert Finke, denn mit steigender Zahl ältere Menschen nehmen auch die Alterserkrankungen zu. Unterstützt wird die Tagesklinik von der Pflegekasse; das wirke sich Kosten entlastend für die Krankenkassen aus. Zuschüsse über 17000 Mark wurden außerdem von Land Rheinland-Pfalz gewährt. Die restlichen 82000 Mark finanziert die RFK aus eigenen Mittel.

Karlheinz Jürging, 1. Kreisbeigeordnete, sprach im Auftrag von Landrat Hansjochem  Schrader. Er betonte, wie gut es für die Betroffenen im Landkreis sei, hier ein kompetente Betreuung vorzufinden, die auch den Angehörigen Zeit und Entlastung bieten könne.

Auch Dr. Wolfgang Guth, der ärztliche Direktor der Rheinhessen-Fachklinik erklärte sich erfreut über die Einrichtung der Tagesstätte, die er selbst mit initiiert hat. Es sei ein eigenes Konzept entwickelt worden, das ein breit gefächertes Angebot für ältere Menschen biete. Wichtig sei ein intensive Tagesstrukturierung, um humane Betreuung praktisch umzusetzen. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung durch Regina Pastuszyk mit Improvisationen an der Klarinette.

Alzeyer Wochenblatt, 12. Oktober 2000

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