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Die Drogensucht besiegen

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Separate Station zur qualifizierten Entzugsbehandlung Abhängiger wurde in der RMF eingerichtetBislang fehlten in Rheinland-Pfalz stationäre Einrichtungen zur qualifizierten Entzugsbehandlung Drogenabhängiger. Die Lücke hat das Land geschlossen. 20 von 40 Betten stehen jetzt dafür in der Rhein-Mosel-Fachklinik bereit.

Zur qualifizierten Entzugsbehandlung drogenabhängiger Patienten ist im Haus Martinsberg eine separate Station eröffnet worden. Norbert Finke, Geschäftsführer des Landeskrankenhauses (AöR), verwies im Rahmen einer Feierstunde darauf, dass es in Rheinland-Pfalz bislang keine speziell auf die Bedürfnisse drogenabhängiger Patienten abgestimmten Angebote zur qualifizierten Entzugsbehandlung gegeben habe.

„Die bisherigen Belegungszahlen zeigen, dass mit dem neuen Angebot eine Versorgungslücke geschlossen wurde“, betonte Norbert Finke. „Die Bilanz der ersten Monate zeigt mir auch, dass es den Mitarbeitern gelungen ist, das Behandlungsangebot konzeptionell auf ein solides Fundament zu stellen.“ Dies sei auch darauf zurück zu führen, dass innerhalb der Psychiatrischen Institutsambulanz der Rhein-Mosel-Fachklinik bereits seit 1998 eine Methadon-Ambulanz bestehe und in der Abteilung Sucht und Sozialpsychiatrie seit langem acht Betten zur Entgiftung Drogenabhängiger vorgehalten worden seien. Diese klinischen Erfahrungen könnten bei der Konzeption des neuen Angebotes genutzt werden. Das Land förderte die Einrichtung in der Klinik mit einer Million D-Mark.

Dr. Albrecht Quast, der die Abteilung Sucht und Sozialpsychiatrie leitet, stellte das Therapiekonzept vor: „Die Station Haus Martinsberg bietet 20 Behandlungsplätze für Drogenabhängige ab dem 18. Lebensjahr an. Das Angebot ist darauf ausgerichtet, den Patienten einen tragfähigen Einstieg in den Ausstieg zu ermöglichen, eine Abstinenzbereitschaft zu verfestigen, gezielt vorbereitet zu werden auf eine nachfolgende Behandlung oder sich einem nachgeschalteten psychosozialen Rahmen anzuvertrauen. Dabei wird eine medikamentengestützte Entzugsbehandlung angeboten.“

Die Arbeit auf der Station wird für die kommenden zwölf Monate von einem Forschungsinstitut wissenschaftlich begleitet, um mit fundierten Aussagen über Behandlungsstrukturen und -verlauf die Übertragbarkeit auf andere Einrichtungen und regionale Rahmenbedingungen zu prüfen.

Rhein-Zeitung, 26. Mai 2001

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