Mittwochsfortbildung - Schwierig zu behandelnde Schizophrenien

Therapieresistenz ist ein häufiges Phänomen der Schizophreniebehandlung. Prof. Dr. Gerhard Gründer gibt einen Überblick über die wichtigsten Fragestellungen in der Thematik.

Mittwochsfortbildung Rheinhessen-Fachklinik Alzey

Referent: Prof. Dr. Gerhard Gründer, Zentralinstitut für Seelische Gesundheit Mannheim

Therapieresistenz ist ein häufiges Phänomen der Schizophreniebehandlung. Obwohl Häufigkeitsangaben aufgrund der unterschiedlichen verwendeten Definitionen schwierig sind, gehen Guidelines davon aus, dass etwa 30% der Patienten nicht genügend auf eine initiale Behandlung ansprechen.

Prof. Dr. Gerhard Gründer wird anhand eines konkreten Falls auf folgende Punkte eingehen:

  1. Welche Faktoren müssen ausgeschlossen werden, bevor man von Therapieresistenz ausgehen kann? Welche Rolle spielen hierbei Serumspiegelbestimmungen und schnelle Metabolisierer?
  2. Wie lange sollte man ein Antipsychotikum geben, bevor man von Unwirksamkeit ausgeht und die Medikation umstellt?
  3. Was ist die beste Strategie bei initialer Non-Response – Dosiserhöhung oder Substanzwechsel?
  4. Gibt es Wirksamkeitsunterschiede zwischen den verschiedenen Antipsychotika?
  5. Was ist der Stellenwert von Clozapin?
  6. Welche Evidenz gibt es für verschiedene Augmentierungsstrategien (Benzodiazepine, Mood-stabiliser, Antidepressiva, EKT)?
  7. Was ist die Datenlage über die Effektivität von Antipsychotikakombinationen und welche Kombinationen sind am ehesten geeignet?

Am Ende des Vortrages werden die Teilnehmenden mit dem aktuellen Stand der Evidenz vertraut sein.

Die Veranstaltung wird unter Berücksichtigung der zu diesem Zeitpunkt erforderlichen Corona-Bestimmungen durchgeführt und findet mit der freundlichen Unterstützung der Lundbeck GmbH statt.

Die Akkreditierung bei der Bezirksärztekammer wird beantragt. Es ist keine vorherige Anmeldung für die Veranstaltung erforderlich.