Inkontinenz / Enuresis

Reha für Kinder und Jugendliche mit Inkontinenz / Enuresis

In der Klinik Viktoriastift werden Kinder und Jugendliche behandelt, die aufgrund einer psychosomatischen Erkrankung an Inkontinenz leiden. Ursächlich hierfür können unterschiedliche Störungen sein. In Frage kommen unter anderem Störungen des Sozialverhaltens, Angststörungen oder somatoforme Beschwerden.

Eine Inkontinenz oder Ausscheidungsstörung löst bei Kindern und Jugendlichen einen hohen Leidensdruck aus. Sie geht häufig mit begleitenden komorbiden somatischen und psychischen Störungen einher. Unbehandelt kann sie einen Langzeitverlauf bis ins Jugendalter nehmen. Mit gezielter Diagnostik und differenzieller Therapieindikation lässt sie sich jedoch gut und wirksam behandeln.

Kinder und Jugendliche, die an einer Inkontinenz (Enuresis) leiden, kommen in die Klinik Viktoriastift, um die beeinflussenden Faktoren zu beobachten und zu klären. Hieraus wird ein Konzept für die weitere Therapie abgeleitet. Das langfristige Ziel ist die Behebung der Inkontinenz.

Wie wir arbeiten

Einführung in den Reha-Alltag

In der Einführungsphase lernen wir die Kinder und Jugendlichen kennen – und sie uns. Wir besprechen mit ihnen und den Sorgeberechtigten die persönlichen Ziele des Aufenthalts. Die individuellen Probleme werden erhoben und deren Auswirkungen beleuchtet. Neben einer ausführlichen medizinisch-psychologische Anamnese, inklusive Laboruntersuchungen, erfolgt auch eine Aufnahmeuntersuchung. Flankiert wird dies durch eine Einführung in den Stationsablauf, insbesondere in dem Bereich der Bewegungstherapie.

Erkennen individueller Herausforderungen

Die Symptomatik wird im Hinblick auf die Häufigkeit, auf den Einfluss der Tageszeit und mögliche Ursachen hin beleuchtet. Ferner werden Begleitproblematiken, wie auch physische, psychische und soziale Aspekte betrachtet.

Selbstreflektion

Welche Situationen und Umstände begünstigen die Inkontinenz? In welchen Situationen treten die Probleme nicht auf? Die Kinder und Jugendlichen werden in Selbstreflektion geschult, damit sie abschwächende, aber auch begünstigende Situationen erkennen können.

Therapieansätze und Schulungsmaßnahmen

Die Therapie in unserer Klinik ist facettenreich. Bei Patienten, die an einer Inkontinenz / Enuresis leiden, stehen folgende Therapie- und Schulungsmaßnahmen im Fokus:

  • Psychotherapie/Beratung
  • Entspannungstraining unter psychologischer Leitung
  • Verhaltensverstärkung
  • spezielle Trainingsverfahren (Toiletten- bzw. Blasentraining bzw. Stuhltraining
  • bei Bedarf Medikamenteneinsatz (zum Beispiel Minirin, Lecicarbon oder ähnliches)
  • apparative Blasenkonditionierung (Klingelhose)
  • bei Bedarf Mototherapie

Ferner werden , wenn notwendig, eine Reihe von Untersuchungen durchgeführt. Hierzu zählen unter anderem die Sonographie von Niere, Blase, Harnwege und Abdomen sowie regelmäßige Urinkontrollen.

Schulunterricht

Die Kinder und Jugendlichen erhalten bei uns Schulunterricht, um den Anschluss während des Reha-Aufenthalts nicht zu verpassen.

Freizeitgestaltung

Neben der eigentlichen Therapie bieten wir den uns anvertrauten Kindern und Jugendlichen ein vielfältiges Freizeitprogramm an. So stehen zahlreiche Sportangebote, Wanderungen, gemeinsame Spiele, Stadtbesuche und das Freizeitgelände „Park der Sinne“ zur Verfügung.

Therapieabschluss

Beim Abschluss des Reha-Aufenthalts erfolgt eine Entlassuntersuchung und ein Abschlussgespräch. In diesem Gespräch beraten wir zur weiteren Therapie. Ferner werden psychosoziale Aspekte, wie die Auswirkung der Erkrankung auf die Familie, Schule, Freizeitgestaltung und ggf. Berufswahl, besprochen.