Auszubildende warben gekonnt für die Pflege

Tag der offenen Tür an der Pflegeschule Meisenheim

Die Auszubildenden Dominika Otrowska und Lucia Agrela (v. l.) zeigen eine Reanimation, die natürlich auch Besucher:innen üben konnten. Foto: Wolfgang Pape

Junge Menschen wuselten gruppenweise durch die Flure, suchten Räume auf, blieben an Tischen stehen und ließen sich von den Auszubildenden Tätigkeiten eines Berufs erläutern, den sie vielleicht bald selbst erlernen, durften selbst aktiv werden. Der Tag der offenen Tür der Pflegeschule Meisenheim wurde zu einem Treffpunkt guter Ausbildung, zu einem Treffpunkt der Pflege, zu einem Treffpunkt von Menschen, auf die die Gesellschaft nicht verzichten kann. 

Auffallend an diesem Tag war, dass an jeder Station Auszubildende aller drei Jahrgänge die Erläuterungen übernahmen, die auf diese Weise gleich beweisen konnten, was sie bislang während der Ausbildung gelernt haben. Das funktionierte bemerkenswert gut. Angehende Pflegekräfte demonstrierten beispielsweise an Puppen Reanimation, zeigten, wie Patientinnen und Patienten mit Schluckstörungen durch Eindickpulver Getränke zu sich nehmen können. Sie ließen die Besucherinnen und Besucher Fehler suchen in einem nachgestellten Patientenzimmer.

Die Auszubildenden bewiesen, wie wohltuend eine Handmassage sein kann, zeigten, wie Vitalwerte gemessen, wie Babys gewickelt werden, wie ein Arm eingegipst oder die Händedesinfektion wirksam durchgeführt wird. Und bei allem wurden die jungen Besucher aktiv einbezogen. Jede und  jeder durfte sich selbst mal ausprobieren, testen, wie sich eine Reanimation anfühlt, den Blutdruck messen, einen Gips anlegen - das machte den Tag für die angehenden Kolleginnen und Kollegen besonders attraktiv. Ergänzt wurde das Angebot mit Vorträgen aus dem dritten Ausbildungsjahr zu Wissenswertem über die Pflegeausbildung und über nicht zu unterschätzende rechtliche Grundlagen der Arbeit als Pflegefachkraft. 

In diesem Jahr wurden die Kooperationspartner noch aktiver in das Geschehen eingebunden. Bei ihnen absolvieren die jungen Menschen während der Ausbildung Praxiseinsätze; und sie finden vielleicht auch einen künftigen Arbeitgeber.

Ina Fuhrmann, Leiterin der Pflegeschule Meisenheim im Bildungscampus des Landeskrankenhauses, zeigte sich zufrieden mit dem Verlauf des Tags der offenen Tür. Es gab gute Rückmeldungen, sagte sie, die Auszubildenden waren sehr motiviert. Bei der Vorbereitung wurden die drei Ausbildungsjahrgänge bewusst aktiv eingebunden. „Was wollt ihr zeigen, um für eure Berufsgruppe zu begeistern?“ Junge Menschen wissen schließlich am besten, wie man junge Menschen anspricht. So fühlten sich Auszubildende wie auch künftige Auszubildende mitgenommen, weiß die Schulleiterin. Die Motivation für den eigenen Beruf zu werben war sehr hoch, eigene Ideen flossen ein. Das bewies sich in der Kommunikation mit den Besucherinnen und Besuchern. 
 
Wer den Tag verpasste und noch einen zukunftssicheren Ausbildungsplatz sucht, sollte dringend die Internetseite der Pflegeschule Meisenheim im Bildungscampus des Landeskrankenhauses ansteuern. Wolfgang Pape
 
 

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