Gesundheitsminister übergibt Förderbescheid in Höhe von 23,1 Millionen Euro
Erweiterungsbau für Forensische Klinik Nette-Gut in Weißenthurm
Gesundheitsminister Clemens Hoch hat dem Geschäftsführer des Landeskrankenhauses (AöR), Dr. Alexander Wilhelm, einen Bewilligungsbescheid in Höhe von insgesamt 23,1 Millionen Euro überreicht. Die Landesmittel werden für ein neues Stationsgebäude mit 40 Plätzen für Patientinnen und Patienten in Einzelunterbringung bereitgestellt. Der Erweiterungsbau wird an das bestehende Haus M auf dem Gelände der Klinik Nette-Gut in Weißenthurm angebaut. Damit wird der dauerhaft hohen Auslastung der Klinik Nette-Gut Rechnung getragen. Durch die zusätzlichen Patientenzimmer können vorübergehend geschaffene Mehrfachbelegungen aufgelöst werden.
„Die Investition von rund 23,1 Millionen Euro in den Neubau eines modernen Stationsgebäudes auf dem Gelände der Klinik Nette-Gut in Weißenthurm unterstreicht das Engagement des Landes für eine zukunftsorientierte und patientenfreundliche Versorgung im Maßregelvollzug. Mit 40 neuen Einzelunterbringungsplätzen wird nicht nur die Belegungssituation erheblich entlastet, sondern auch die Lebensqualität und Betreuung der Patientinnen und Patienten maßgeblich verbessert. Diese Maßnahme ist ein bedeutender Schritt, um den hohen Standards gerecht zu werden und die Gesundheitsversorgung in Rheinland-Pfalz nachhaltig zu stärken“, erläutert Gesundheitsminister Hoch bei der Übergabe der Fördermittel an der Klinik Nette-Gut.
Dr. Alexander Wilhelm, Geschäftsführer des Landeskrankenhauses, sagt: „Der geplante Erweiterungsbau ist ein wichtiger Schritt, um die Unterbringungssituation für unsere Patientinnen und Patienten nachhaltig zu verbessern und ihnen ein Umfeld zu bieten, das therapeutische Prozesse bestmöglich unterstützt. Die neuen Einzelunterbringungsplätze tragen dazu bei, den besonderen Bedürfnissen der bei uns untergebrachten Menschen gerecht zu werden und ihre Würde sowie ihre Privatsphäre im Behandlungsalltag zu stärken. Mein besonderer Dank gilt allen Mitarbeitenden, die sich mit großem Engagement an den Planungen beteiligt haben, sowie den Kommunen und Institutionen für die vertrauensvolle Zusammenarbeit. Die vorbereitenden Maßnahmen auf dem Baufeld haben bereits begonnen. Wenn der Bau planmäßig verläuft, rechnen wir mit einer Fertigstellung in der ersten Hälfte des kommenden Jahres.“
Die Klinik Nette-Gut in Weißenthurm ist eine forensisch-psychiatrische Einrichtung des Maßregelvollzugs in der Trägerschaft des Landeskrankenhauses (AöR). Der Begriff Forensische Psychiatrie umfasst die durch Strafgerichte angeordneten freiheitsentziehenden Maßnahmen, die in einem psychiatrischen Krankenhaus vollzogen werden. Eine forensische Unterbringung kommt immer dann in Betracht, wenn ein psychisch kranker Mensch eine Straftat begeht, für die er im Sinne des Strafrechts aufgrund seiner Erkrankung nicht verantwortlich oder nicht voll verantwortlich ist oder die Straftat unter der Einflussnahme von Suchtmitteln verübt hat.
Im Zuständigkeitsbereich des Landeskrankenhauses (AöR) werden an zwei Standorten Patienten im Maßregelvollzug behandelt: Der größere Standort mit aktuell 390 Behandlungsplätzen und mehr als 500 Mitarbeitenden ist die Klinik Nette-Gut in Weißenthurm.
