Leistungsgruppen sichern starke medizinische Schwerpunkte des Landeskrankenhauses (AöR)
Krankenhausreform – Gesundheitsministerium hat künftige Ausrichtung der Häuser unseres öffentlichen Unternehmens bekanntgegeben
Das Landeskrankenhaus (AöR) bewertet die geplante Zuweisung der Leistungsgruppen an seine Kliniken sehr positiv. Sie sichert wesentliche medizinische Schwerpunkte der Standorte und schafft eine verlässliche Perspektive für die Versorgung ab 2027. Besonders deutlich wird dies in der Neurologie: Die bestehenden Versorgungsketten bleiben erhalten und können teilweise weiter ausgebaut werden. Geschäftsführer Dr. Alexander Wilhelm sagt: „Die geplante Zuweisung schafft wichtige Planungssicherheit für unsere Standorte und bestätigt die medizinische Entwicklung, die wir in den vergangenen Jahren konsequent vorangetrieben haben. Gerade in unserem neurologischen Kerngeschäft zeigt sich die hohe fachliche Kompetenz unserer Kliniken und ihre Bedeutung für die Versorgung in Rheinland-Pfalz.“
Das Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Gesundheit hat am Dienstag, 1. September, bekanntgegeben, welche somatischen Leistungsgruppen den rheinland-pfälzischen Krankenhäusern ab 2027 zugeordnet werden sollen. Die psychiatrischen Fachbereiche sind von der Reform nicht betroffen. Mit der vorgesehenen Zuweisung verbindet sich zugleich ein wichtiges Qualitätssignal: Die für die Leistungsgruppen geltenden Qualitätskriterien wurden im Verfahren überprüft. Die Kliniken des Landeskrankenhauses erfüllen die Voraussetzungen für die vorgesehenen Leistungsgruppen. Damit werden nicht nur die medizinischen Schwerpunkte der Standorte gesichert, sondern auch die Qualität der dafür notwendigen Strukturen bestätigt.
Die Abteilung Neurologie und Klinische Neurophysiologie der Rhein-Mosel-Fachklinik Andernach kann demnach auch künftig das gesamte Spektrum neurologischer Erkrankungen behandeln. Dazu zählen Erkrankungen des zentralen Nervensystems – also des Gehirns und des Rückenmarks –, der peripheren Nerven sowie der Muskulatur. Auch die Intensivstation mit Beatmungsbetten und die Stroke Unit (Schlaganfalleinheit) bleiben erhalten. Zusätzlich soll die Klinik künftig Patientinnen und Patienten in der neurologischen Frührehabilitation versorgen können. Damit kann die neurologische Versorgungskette am Standort von der Akutbehandlung bis zur frühen Rehabilitation weiter ausgebaut werden.
Auch die Neurologie der Rheinhessen-Fachklinik Alzey behält ihre Leistungsgruppen. Dazu gehören neben der Akut-Neurologie die Kinderneurologie, die neurologische Frührehabilitation und die Stroke Unit. Damit bleibt das breite neurologische Versorgungsspektrum des Standorts erhalten.
Eine positive Perspektive gibt es ebenfalls für die Einrichtungen des Landeskrankenhauses im Kreis und der Stadt Bad Kreuznach. Die Geriatrische Fachklinik Rheinhessen-Nahe kann ihre Patientinnen und Patienten auch künftig in der Akut-Geriatrie und der Inneren Medizin versorgen. Die geriatrische Rehabilitation bleibt ebenfalls bestehen; sie ist von der Krankenhausreform nicht betroffen. Auch am Gesundheitszentrum Glantal in Meisenheim können die bestehenden medizinischen Angebote fortgeführt werden. Die vorgesehenen Leistungsgruppen umfassen die zentrale Notaufnahme, die neurologische Versorgung einschließlich Stroke Unit und Frührehabilitation sowie Leistungen der Chirurgie und Inneren Medizin. Auch die interdisziplinäre intensivmedizinische Versorgung bleibt bestehen.
Eine wichtige Grundlage für die Versorgung sind dabei auch die Kooperationen mit anderen Krankenhäusern in der Region. Für einzelne Leistungsgruppen sind verlässliche Kooperationsstrukturen und das Zusammenspiel unterschiedlicher medizinischer Fachrichtungen erforderlich. Das Landeskrankenhaus arbeitet hierzu eng mit seinen Partnerkliniken zusammen und sichert so gemeinsam mit ihnen eine abgestimmte Versorgung der Patientinnen und Patienten.
Geschäftsführer Dr. Alexander Wilhelm fasst zusammen: „Für die Patientinnen und Patienten bedeutet diese Perspektive vor allem Verlässlichkeit. Sie können auch künftig auf eine qualitativ hochwertige Versorgung an unseren Standorten vertrauen. Dass unsere medizinischen Angebote die erforderlichen Qualitätsvoraussetzungen erfüllen, ist zugleich eine Anerkennung der hervorragenden Arbeit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, auf die ich stolz bin. Mein ausdrücklicher Dank gilt darüber hinaus unseren Partnerkliniken, mit denen wir vertrauensvoll zusammenarbeiten. Eine gute Gesundheitsversorgung entsteht nicht an den Grenzen einzelner Häuser. Sie braucht verlässliche Partner, die ihre jeweiligen Kompetenzen einbringen und gemeinsam Verantwortung für die Menschen in der Region übernehmen. Diese Zusammenarbeit wollen wir auch künftig weiter stärken.“
