Richtfest für Erweiterungsbau der Klinik Nette-Gut

40 neue Patientenzimmer zur Entlastung des Betriebs der Klinik für forensische Psychiatrie

40 neue Patientenzimmer entstehen im neuen Gebäude der Klinik Nette-Gut.

Es ist beachtlich, wie schnell der Erweiterungsanbau an Haus M der Klinik Nette-Gut (KNG) in Weißenthurm in die Höhe gewachsen ist. Beim Richtfest konnte man sich auch davon überzeugen, wie schnell der Innenausbau trotz ganz besonderer Anforderungen für den Maßregelvollzug vonstatten geht. Läuft alles nach Plan, wird das Gebäude, das mit 40 Patientenzimmern zur Entlastung der stetig überbelegten Klinik dient, noch in diesem Jahr an die Klinik übergeben.
 
Bei einem Rundgang durch das Haus verschafften sich die Gäste - neben anderen der rheinland-pfälzische Gesundheitsminister Clemens Hoch, Kommunalpolitiker, Architekten und Führungskräfte des Landeskrankenhauses und der Klinik - einen Eindruck davon, was in kurzer Zeit gebaut wurde. „Die Dimensionen sind bemerkenswert“, sagte Dr. Alexander Wilhelm, Geschäftsführer des Landeskrankenhauses.

25 Millionen Euro werden vom Land Rheinland-Pfalz investiert, rechnete er vor. 73 Raummodule, im Grunde vorproduzierte Räume, wurden vom Unternehmen ADK Modulraum GmbH produziert und verbaut. Diese haben ein Gesamtgewicht von zirka 1.860 Tonnen und jeweils eine durchschnittliche Länge von 17 Metern bei einer durchschnittlichen Breite von 4,4 Metern. Das wurde zur Baustelle nach Weißenthurm transportiert und verbaut. Durch die vorgefertigten Räume im Rohbau konnte massiv Bauzeit eingespart werden. Diese Art des Bauens ist auch in einem besonders gesicherten Bereich wie dem Maßregelvollzug möglich. 
 
„Entscheidend“, so Geschäftsführer Wilhelm, sei aber bei allen beeindruckenden Daten, „was für die Patienten geschaffen wurde“. Denn die 40 zusätzlichen Plätze im Erweiterungsbau bedeuten eine Entlastung für die Klinik Nette-Gut, die seit langer Zeit an starker Überbelegung leidet - es werden keine zusätzlichen Patienten aufgenommen. Mit der Inbetriebnahme des neuen Gebäudes sollen die Patienten im täglichen Miteinander und aber auch die Mitarbeitenden entlastet werden. Somit darf der Erweiterungsbau als „wichtiger Beitrag für einen modernen und guten Maßregelvollzug gesehen werden“. 
 
Staatsminister Hoch lobte alle am Bau Beteiligten, dass alles so reibungslos funktionierte. Nach der europaweiten Ausschreibung im März 2025 und dem Stellen des Bauantrags im Dezember 2025, ging es richtig los. Die endgültige Baugenehmigung wurde im August 2026 erteilt, die 73 Module in kurzer Zeit produziert, angeliefert und verbaut. Auch Clemens Hoch hob hervor, dass das Gebäude mit insgesamt 64 Räumen zur Entlastung des Klinikbetriebs dient. Eine Überbelegung sei für Patienten „medizinisch überhaupt nicht gut“. Die Patienten sollen schließlich irgendwann auch wieder entlassen werden. Dies, so der Minister, funktioniere erfolgreicher in einer guten Umgebung.

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