Weitere fünf junge Menschen aus Myanmar in Rhein-Mosel-Fachklinik begrüßt

Sehr erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Verein "Myanmar Partner e.V."

Der Verein Myanmar-Partner und die Rhein-Mosel-Fachklinik Andernach blicken auf eine sehr erfolgreiche Zusammenarbeit zurück. Jetzt wurden fünf weitere junge Menschen als neue Mitarbeiter:innen begrüßt.

Der Verein Myanmar-Partner und die Rhein-Mosel-Fachklinik Andernach blicken auf eine sehr erfolgreiche Zusammenarbeit zurück. Jetzt wurden fünf weitere junge Menschen als neue Mitarbeiter:innen begrüßt.

Die Erfolgsgeschichte wird fortgesetzt: Fünf weitere junge Menschen aus Myanmar wurden in der Rhein-Mosel-Fachklinik (RMF) begrüßt, um dort nach einem Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) eine Ausbildung in der Pflege zu beginnen. Damit sind bereits 24 junge Menschen in der Andernacher Klinik; seit dem 1. April sind 19 von ihnen in Ausbildung. Initiiert wurde das Projekt vom Verein „Myanmar Partner e.V.“. Der gemeinnützige Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen in Myanmar, die durch die Militärdiktatur, Armut und Naturkatastrophen vielfach belastet sind, durch Spendengeld und Ausbildungsmöglichkeiten das Leben erträglicher zu machen.

Lisa Doliwa, Integrationsbeauftragte der RMF, berichtete vom Empfang der Neuankömmlinge, von offenen und höflichen Menschen. Aye Su Khaing, Mayar May, Pyae Pyae Win, Theint Nadi Htet und Myo Min Oo (der einzige Mann in der Runde) stellen im Rahmen ihrer Vorstellung unter Beweis, wie gut sie in ihrem Heimatland bereits Deutsch gelernt haben und gaben einen eindrucksvollen Einblick über ihre Beweggründe für den bedeutsamen Schritt, weit von zu Hause in Deutschland eine Ausbildung zu beginnen. So war zu hören, dass die Familien zu Hause unterstützt werden sollen, aber auch, dass bereits drei Jahre Pflegestudium in Myanmar absolviert wurden oder man zuvor als Lehrerin arbeitete. Die fünf sympathischen jungen Leute bedankten sich für die Unterstützung und die Möglichkeiten, die ihnen nun geboten werden.

RMF-Pflegedirektorin Yvonne Brachtendorf erinnerte daran, dass es bei diesem Projekt um Hilfe zur Selbsthilfe geht. Wie schon die Kolleginnen und Kollegen aus Myanmar zuvor müssen die gerade angekommenen in einem Jahr FSJ beweisen, dass ein Beruf im Gesundheitssektor zu ihnen passt, sie müssen sich für eine Ausbildung an der klinikeigenen Pflegeschule qualifizieren. Das ist anspruchsvoll und beinhaltet in diesen Fällen zusätzlich den Ausbau der Sprachkenntnisse, das Zurechtfinden in einer gänzlich anderen Kultur mit allen Eigenarten und die Integration in das Unternehmen – dabei werden sie von vielen Kolleginnen und Kollegen der RMF tatkräftig unterstützt.  Nach einem positiven Jahr erhalten sie schließlich die Zulassung und absolvieren eine dreijährige Ausbildung zu Pflegefachleuten. „Wir steuern auf einen künftigen Fachkräftemangel zu“, sagte der Kaufmännische Direktor Martin Engelhardt und zeigte den künftigen Pflegefachleuten auf, dass sie und ihre noch zu erwerbenden Qualifikationen in der Pflege gebraucht werden.

Hildegard Zschiesche, Beigeordnete der Stadt Andernach, nahm an der Begrüßung in Vertretung für den Oberbürgermeister teil. Sie sei gerührt und beeindruckt, „welch mutigen Schritt Sie gegangen sind“, sagte sie und wünschte den Neuankömmlingen Kraft, Mut und Zuversicht, um Schritt für Schritt hier ein neues Zuhause zu finden. Harald Lubberich, Vorsitzender von „Myanmar Partner e.V.“ vergaß nicht, der Klinik zu danken für die Bereitschaft, die jungen Menschen aufzunehmen und ihnen eine Ausbildung zu ermöglichen.

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