Pflege in der Rhein-Mosel-Fachklinik Andernach

Die Pflege in der Rhein-Mosel-Fachklinik ist nach dem Bezugspflegesystem organsiert („primary nursing“). Ziel der Bezugspflege ist es eine personenzentrierte pflegerische Betreuung und Behandlung unserer Patienten und Bewohner sowie unserer Gäste umzusetzen. Die Bezugspflegepersonen planen hierzu den individuellen Pflegeprozess, setzen diesen um, evaluieren ihn und passen ihn bei Bedarf an. Hierfür steht uns ein Krankenhausinformationssystem (KIS) zur Verfügung, welches die Patientenakten digital abbildet.

Für die Entwicklung der Pflegeplanung wird mit Pflegediagnosen gearbeitet.

Der Behandlungs- und Betreuungsprozess wird in der Rhein-Mosel-Fachklinik interdisziplinär abgestimmt. Dies geschieht im Rahmen von regelhaften interdisziplinären Teamrunden auf Stations- bzw. Wohnbereichsebene. Ziel dieser Teamrunden ist die Diskussion und Abstimmung von gemeinsamen, fallbezogenen Behandlungszielen und -maßnahmen unter größtmöglicher Nutzung der fachlichen Kompetenzen aller an der Behandlung beteiligten Disziplinen.

In unserem Haus arbeiten u.a. Pflegefachpersonen mit folgenden Qualifikationen:

  • Fachkrankenpflegende für Psychiatrie
  • Fachkrankenpflegende für Anästhesie und Intensivmedizin
  • Pflegeexperten APN 
  • Pflegeexperten für Menschen mit kognitiven Einschränkungen und Demenz
  • Wundexperten (ICW)
  • Praxisanleiter
  • Pflegefachperson für Kontinenzförderung
  • Pain Nurses
  • Stroke Nurses
  • MS Nurses (Multiple Sklerose)
  • Fachkrankenpfleger für Hygiene und Infektionsprävention
  • Pflegefachperson Palliativ Pflege
  • Hausinterne Qualifizierungen (z.B. Intensivpflege)

Als innovatives Unternehmen entwickeln wir - neben dem Bewährten - ergänzende und neue pflegerische Leistungsangebote nach dem jeweils aktuellen Bedarf im Gesundheits- und Sozialwesen.

Seit November 2020 arbeiten in der Rhein-Mosel-Fachklinik Andernach Pflegeexperten nach dem internationalen Modell "Advanced Practice Nursing" (APN). Nur durch die enge Zusammenarbeit von Mitarbeitern der Leitungsebene, akademisch qualifizierten Pflegefachpersonen (Bachelor und Master), weiteren Pflegespezialisten (z.B. Wundexperten, Fachkrankenpflegende Psychiatrie) sowie aller im Pflege- und Betreuungsdienst arbeitenden Mitarbeiter ist es möglich, aus pflegefachlicher Sicht die Pflege- und Betreuungsqualität unserer Patienten, Bewohner und Gäste kompetent, professionell und gemäß aktueller wissenschaftlicher Erkenntnissen zu gestalten. Erfahren Sie hier mehr zur Arbeit der Pflegeexperten (APNs).

Übersicht Angebote

Die pflegetherapeutischen Angebote bieten für Patienten ein breites Spektrum von spezial- und pflegetherapeutischen Gruppenangeboten und tagesstrukturierenden Maßnahmen. Das Angebot richtet sich an die Abteilungen Allgemeinpsychiatrie und Psychotherapie, Suchtmedizin und Sozialpsychiatrie sowie Gerontopsychiatrie. Die Angebote sind in den stationären Therapieablauf integriert und ergänzen diesen zusätzlich um Angebote in den Abendstunden und an den Wochenenden.

Wie können die Angebote genutzt werden? Zu den Gruppenangeboten ist eine vorherige Anmeldung erforderlich, die von den Mitarbeitern der Stationen vorgenommen wird. Zu den übrigen Angeboten bedarf es keiner ausdrücklichen Anmeldung. Die Mitarbeiter der stationsübergreifenden Angebote kommen zu festen Zeiten auf die jeweiligen Stationen und holen die Patienten dort ab.

  • Alltagskompetenztraining
  • kognitives Training
  • interaktive Spiele (Spielekonsole Wii)
  • Gesellschaftsspiele
  • kegeln
  • Tischtennis
  • Minigolf
  • Klinik-Kino
  • Besuch der Gottesdienste
  • Tagesausflüge
  • Außenaktivitäten
  • Einzelbetreuung

Die Fähigkeit, konstruktiv mit verschiedenen belastenden Gefühlen umgehen zu können, ist eine wichtige Voraussetzung für eine angemessene Auseinandersetzung mit der Umwelt. Beeinträchtigungen dieser Fähigkeit stellen ein bedeutsames Risiko für die Entwicklung und Chronifizierung psychischer Probleme und Störungen dar.

Das TEK-Training bietet die Möglichkeit, die eigenen emotionalen Kompetenzen systematisch zu erfassen, sie zu akzeptieren und positiv zu beeinflussen. Das Training wird fortlaufend jeweils für eine Gruppe von maximal zehn Patienten angeboten und besteht aus acht Terminen innerhalb von drei Wochen.

Euthymie ist die Bezeichnung für eine ausgeglichene Stimmung und meint den Zustand eines möglichst stabilen inneren Gleichgewichts. Wer mit gutem Gewissen genießt, lebt zufriedener und ändert sich leichter. Unbewusste Genussverbote und Stress versperren jedoch allzu oft den Zugang zu genussvollen Emotionen. Genießen kann man aber lernen – und immer gut gebrauchen.

Das Euthymie-Training dient der Entwicklung einer genussfreundlichen Einstellung mit bewusster Nutzung aller Sinne – Hören, Sehen, Tasten, Riechen und Schmecken. Das Training wird fortlaufend jeweils für eine Gruppe von maximal zwölf Patienten angeboten und besteht aus sechs Terminen innerhalb von zwei Wochen.

Jeder Mensch verfügt über eine Vielzahl von persönlichen Ressourcen, die wieder neu aufgenommen und gestärkt werden können. Das Training zielt darauf ab, Patienten dabei zu unterstützen, diese persönlichen Ressourcen bei sich zu entdecken und zu nutzen.

Die Aktivierung dieser oftmals verborgenen Fähigkeiten hilft, den persönlichen Handlungsspielraum zu erweitern und damit selbstbestimmt den individuellen Lebensweg zu finden. Das Training wird fortlaufend jeweils für eine Gruppe von maximal sechs Patienten angeboten und besteht aus vier Terminen innerhalb von zwei Wochen.

Alltagstaugliche Entspannungsmethoden sind effektiv und leicht erlernbar. Durch die systematische Schulung der Achtsamkeit wird die Fähigkeit gestärkt, eigenverantwortlich zu mehr innerer Ruhe sowie seelischer und körperlicher Ausgeglichenheit zu gelangen.

Fotografie kann ein Ventil sein, Dinge auszudrücken, zu denen die Worte fehlen. Fotografie fördert die Konzentrationsfähigkeit, die emotionalen Kompetenzen und steigert das Selbstwertgefühl.

In der Foto AG können die Teilnehmer mit zur Verfügung gestellten Kameras auf dem Klinikgelände und in der näheren Umgebung fotografieren und ihre Bilder im Anschluss am PC bearbeiten. Da fotografische Aktivitäten immer auch witterungsabhängig sind, werden die Termine individuell vereinbart.

Durch das Medium Literatur wird die Auseinandersetzung mit dem Denken, Fühlen und Wahrnehmen als leichter empfunden. In ruhiger und angenehmer Atmosphäre gelingt es den Teilnehmern, Problemlösungsperspektiven zu entwickeln.

Die Texte sind fokussiert auf Mobilisierungs-, Kommunikations-  und Vermittlungsfunktionen, es eröffnen sich Themen in Bezug auf Gemeinschaftsbildung, allgemeine Lebenskompetenz und persönliche Entwicklung.
Kognitive Fähigkeiten, Konzentration der Patienten können unter Berücksichtigung der aktuellen Belastbarkeit überprüft und gefördert werden.

Nach dem gemeinsamen Vorlesen einer Kurzgeschichte kann der sich anschließende Austausch innerhalb der Gruppe als unterstützend und bereichernd erlebt werden.

Der Literaturkreis wird einmal wöchentlich auf einer offenen psychiatrischen Station für maximal acht Patienten angeboten.

"Was Sie schon immer über Sucht wissen wollten…" – bei diesem Angebot erhalten die Teilnehmer Informationen über auslösende Faktoren und Möglichkeiten der Suchtentwicklung. Jeder kann ein besseres Verständnis für seine Erkrankung entwickeln und erfährt Wissenswertes über Entzugsbehandlung, Wirkungsweise von Suchtmitteln, Folgen der Erkrankung und Zugang zu weiteren Hilfsangeboten.

Rückfälle gehören zur Abhängigkeitserkrankung. In interaktiven Gruppensitzungen werden Wege aus der Sucht anhand des Phasenmodells nach Prochaska vorgestellt und neue Denkweisen und Haltungen bzgl. eines Rückfallerlebens thematisiert. Weitere Schwerpunkte sind das Erlernen von Strategien im Umgang mit Suchtdruck, das Erkennen von Risikofaktoren sowie damit zusammenhängender Schutzmaßnahmen.

Frauen geraten anders in Sucht als Männer. In der Gruppe für abhängigkeitskranke Frauen lassen sich frauenspezifische Themen ansprechen, die in gemischten Gruppen nicht thematisiert werden können oder zu kurz kommen.

Trialog nennt man den Erfahrungsaustausch zwischen psychisch erkrankten Menschen, Angehörigen und Beschäftigten psychiatrischer Einrichtungen mit dem Ziel, das gegenseitige Verständnis für die Anliegen und Probleme untereinander zu erweitern und damit den Umgang miteinander zu erleichtern.

Der Andernacher Trialog ist jeden dritten Donnerstag im Monat von 18 bis 19.30 Uhr in der Andernacher Tagesstätte, Güntherstraße 10. Die Einladung zu dieser Veranstaltungsreihe richtet sich an Betroffene, Angehörige und professionelle Helfer. Eingeladen sind alle, die neugierig sind, die Fragen stellen, die über ihre Situation berichten oder einfach nur zuhören möchten.

Werden Sie Teil des Pflegeteams

Als Teil unserer Willkommenskultur bekommen alle neuen Mitarbeiter einen Paten zugeteilt und werden strukturiert eingearbeitet.

Ein zentrales Anliegen unseres Unternehmens ist es, eine systematische Personalentwicklung zu betreiben. Um den persönlichen Entwicklungsbedarf unserer Mitarbeiter gerecht zu werden und weiterzuentwickeln, führen wir jährlich mit allen Mitarbeitern ein Gespräch zur Leistung und Entwicklung. Hierbei wird die erbrachte Leistung und Entwicklung des Mitarbeiters reflektiert und Ziele für das kommende Jahr vereinbart.

Zur Sicherstellung einer qualitativ hochwertigen Pflege für unsere Patienten, Bewohner und Gäste ist es wichtig, verschiedene Kompetenzprofile und Qualifikationsstufen vorzuhalten und kontinuierlich zu entwickeln. Neben den Pflege- und Betreuungspersonen (Pflegefachfrau/-mann, Heilerziehungspfleger:innen, Altenpfleger:innen, Erzieher:innen) unterstützen und beraten Pflegespezialisten sowie Pflegeexperten die Versorgung unserer Patienten, Bewohner und Gäste.

In unserem Haus arbeiten u.a. Pflegefachpersonen mit folgenden Qualifikationen:

  • Fachkrankenpflegende für Psychiatrie
  • Fachkrankenpflegende für Anästhesie und Intensivmedizin
  • Pflegeexperten APN (weitere Informationen zu den APN)
  • Pflegeexperten für Menschen mit kognitiven Einschränkungen und Demenz
  • Wundexperten (ICW)
  • Praxisanleiter
  • Pflegefachperson für Kontinenzförderung
  • Pain Nurses
  • Stroke Nurses
  • MS Nurses (Multiple Sklerose)
  • Fachkrankenpfleger für Hygiene und Infektionsprävention
  • Pflegefachperson Palliativ Pflege
  • Hausinterne Qualifizierungen (z.B. Intensivpflege)

Um den hohen Anforderung gerecht zu werden, bilden wir Pflegefachpersonal an unserer Krankenpflegeschule grundständig aus.

Für die Ausbildung zur Heilerziehungspflege und Altenpflege bestehen Kooperationen mit umliegenden Fachschulen.

Über unsere Rhein-Mosel-Akademie bieten wir die Fachweiterbildung Psychiatrie und Praxisanleitung sowie vielfältige Weiterqualifizierungsmodule für Fach- und Führungsthemen an.

Neben Präsenzveranstaltungen führen wir auch E-Learning-Programme zu speziellen Themenschwerpunkten durch, wie z.B. zu den Expertenstandards der Pflege. Ein großes Anliegen ist uns, die Akademisierung der Pflege weiter auszubauen und zu fördern. Hierfür existieren Kooperationen zu Hochschulen.

Sie sind Pflegefachperson und interessieren sich für die Arbeit in der Rhein-Mosel-Fachklinik Andernach? Oder Sie möchten eine Ausbildung zur Pflegefachkraft machen? Alle aktuellen Stellenangebote finden Sie auf unserer Karriereseite.

Aktuelle Stellenangebote