Kreativtherapien

Mit Musik, Kunst und Tanz der Psyche einen Ausdruck verleihen

Ergänzend zur Psychotherapie arbeiten die Kreativtherapien mit Ausdruck und Beziehung. Durch die kreativen Medien Musik, Kunst und Tanz kann Unaussprechliches oder Verdecktes einen Ausdruck bekommen. Dabei stehen das eigene und das gemeinsame Erleben und das Entdecken der eigenen Ressourcen (Fähigkeiten) im Vordergrund. Die Kreativtherapien machen in erster Linie aber einfach Spaß und folgen keinem Leistungsanspruch. In der Regel tragen sie zur Entspannung, Förderung der Gemeinschaft unter den Patienten und Stimmungsaufhellung bei. Mit all dem können Impulse für Veränderung und Aufarbeitung gegeben werden.

Unsere Kreativtherapie-Angebote

In der aktiven Musiktherapie wird mit den unterschiedlichsten Instrumenten gespielt, die selbst ausgewählt werden dürfen. Eine musikalische Ausbildung oder die Beherrschung eines Instrumentes ist hierfür nicht notwendig. Es wird mit Klängen und Rhythmen dem eigenen Gefühl Ausdruck verliehen und kommuniziert.

In der Gruppentherapie erfolgt das Verstehen untereinander meist sehr schnell und bringt für alle Teilnehmer ganz persönliche Erkenntnisse, die in die weitere Therapiearbeit, den Gesundungsprozess und das eigene Leben integriert werden können. Darüber hinaus wird das Gruppengefühl durch das Vertrauen im gemeinsamen Musizieren oder Musikhören (rezeptive Musiktherapie) und das gemeinsame, emotionale Erleben gestärkt. Denn Musik kann Menschen miteinander verbinden.

In der Einzeltherapie können durch das Musizieren und die therapeutische Begleitung Menschen angesprochen werden, die sich in der Gruppe nicht öffnen möchten.

Zur Musiktherapie gehört auch das gemeinsame Singen, zu dem alle Patienten herzlich eingeladen sind. Ebenso darf in der Veeh-Harfen Stunde und der Trommelgruppe Entspannung gefunden werden: bei der Veeh-Harfe mit zarten Tönen und bei der Trommel mit heißen Rhythmen. Diese drei Formen der animativen Musiktherapie dienen in erster Linie der Aktivierung.

In der Tanztherapie werden Kopf und Körper frei. Neues und Vertrautes kann erlebt werden. Dabei werden keine Tanzschritte erlernt. Es ist auch nicht notwendig einen Tanzstil zu beherrschen. Denn Tanzen bedeutet hier, den Körper, die Seele und den Geist mit Freude ins Schwingen zu bringen und falls es gewünscht ist, auch in den Dialog zu gehen. Zur Philosophie der Kreativtherapien gehört, selbst zu entscheiden, wann es erforderlich ist, eine körperliche Pause einzulegen. Es ist auch erlaubt, dabei zu bleiben und nur Musik zu hören und zu entspannen.

Der freie Tanz ist Ausdruck einer Urfreude. Er richtet sich immer an die gesunde Seite in uns und steckt in jedem noch so kranken Menschen.

In der Tanztherapie werden auch Entspannungsübungen verschiedener Art für Körper, Geist und Seele angeboten.

Kunst und künstlerische Gestaltung ermöglichen eine weitere Art des Ausdrucks des Unsagbaren und Unsäglichen, der Leiden und Freuden, der Kraft und der Sehnsucht, der Liebe und der Einsamkeit…

Im Gegensatz zur Musik- und Tanztherapie kann durch die Kunst etwas festgehalten werden, das immer wieder hervorgeholt werden kann. Entsprechend kann eine künstlerische Gestaltung auch eine Folge aus der Musik- oder Tanztherapie sein, da dort auch mit Bildern und Imaginationen gearbeitet wird.

Ähnlich dem Briefeschreiben kann das Gestaltete aber auch zu einer Erkenntnis, zum Loslassen oder zu einer Verbindung führen.

Ihre Ansprechpartnerin

Brown, Peony Patricia
Peony Patricia Brown
Musik- und Tanztherapeutin

Tel.: 06731 50-2255

p.brown@rfk.landeskrankenhaus.de