Besucherinformationen

Informationen für Besucher und Patienten

Die Behandlung in der Klinik Nette-Gut dient der Besserung und Sicherung der Patienten auf der Grundlage des Maßregelvollzugsgesetzes des Landes Rheinland-Pfalz. Alle Therapiemaßnahmen sind darauf ausgerichtet, die Resozialisierung der Patienten mit der größtmöglichen Sicherheit für die Bevölkerung zu verbinden. Im Zentrum unseres Tuns stehen dabei unsere Patienten. So gehört auch die einfache und transparente Informationsbereitstellung zu unserem Anliegen.

Aktuelle Corona-Informationen

Erfahren Sie mehr zu Schutzmaßnahmen
und den aktuellen Besuchsregeln. 

Ansprechpartner

Psychomedizinische Abteilung

Psychotherapeutische Abteilung

Suchttherapeutische Abteilung

Externe Ansprechpartner

Patientenfürsprecherin

Die Patientenfürsprecherin prüft Anregungen und Beschwerden der Patienten und vertritt deren Anliegen gegenüber der Klinik. Mit dem Einverständnis des betroffenen Patienten kann sich die Patientenfürsprecherin jederzeit und unmittelbar an den Krankenhausträger und/oder die zuständige Behörde wenden. Über die Sachverhalte, die in dieser Eigenschaft bekannt werden, ist die Patientenfürsprecherin zum Stillschweigen verpflichtet. 

Klaudia Bade

Patientenfürsprecherin

Tel.: 02637 911-2134

Sprechzeiten: Jeden 1. Freitag im Monat in der Klinik Nette-Gut

Seelsorge

"Unsere Hoffnung möchten wir mit Ihnen teilen."

Die kirchlichen Angebote unterliegen dem Beichtgeheimnis und der seelsorgerischen Verschwiegenheit.

Angebote der Seelsorge:

  • Katholischer Hl. Messe
  • Evangelischer Abendmahlsgottesdienst
  • Katholischer Wortgottesdienst
  • Ökumenischer Wortgottesdienst
  • Seelsorgegespräche
  • Begleitung Sterbender und deren Angehöriger
  • Kirchliche Projektangebote

In der Klinik Nette-Gut wird jeden Samstag um 10 Uhr ein Gottesdienst gefeiert (evangelisch oder katholisch). Ort des Geschehens ist der Gottesdienstraum im A-Haus. Zusätzliche Gottesdienste werden zu den Hochfesten des Kirchenjahres angeboten oder auch zu besonderen Anlässen und nach Vereinbarung. Die Gottesdienste werden durch Aushänge auf den Stationen bekannt gegeben.

Katholische Seelsorge

Irmgard Hauröder-Diewaldens

Pastoralreferentin

Tel.: 02632 407-5227

Andreas Bühler

Pastoralreferent

Tel.: 02632 407-5246

Evangelische Seelsorge

Jürgen Gundalin

Pfarrer

Tel.: 02632 407-5211

Wissenswertes für Besucher und Angehörige

Besuchszeiten

Zum Schutz vor möglichen Corona-Infektionen bestehen für die Klinik-Nette-Gut eingeschränkte Besuchsmöglichkeiten.

Ehegatten, eingetragene Lebenspartner/innen und auch einzelne Elternteile sowie volljährige Kinder können einmal wöchentlich für die Dauer von 30 Minuten unter der Beachtung von Hygieneregeln ihren in der Klinik Nette-Gut untergebrachten Angehörigen besuchen. Eine untergebrachte Person darf dabei nur einmal wöchentlich von einem der in Frage kommenden Besucher besucht werden.

Besuche durch Minderjährige

  • Leibliche Kinder unserer Patienten dürfen ohne Altersbeschränkung zu Besuch kommen.
    Kinder unter 16 Jahren müssen von dem anderen Elternteils bzw. einem Sorgeberechtigten begleitet werden. Aufgrund der Hygienevorgaben finden diese Besuche in den Trennscheibenbesuchsräumen der Häuser G und M statt.
    Für Jugendliche ab 16 Jahren gilt weiterhin die Regelung, dass sie alleine ihren Vater/ ihre Mutter besuchen können, wenn der andere Elternteil/ Sorgeberechtigte dem schriftlich zugestimmt hat. Diese Besuche werden im Personalspeiseraum durchgeführt.
  • Geschwister unserer Patienten dürfen ohne Altersbeschränkung zu Besuch kommen. Hier gelten die Grundsätze für den Besuch durch leibliche Kinder analog.

Was müssen Sie tun?

Nehmen Sie mit Ihrem Angehörigen, den Sie besuchen wollen telefonisch Kontakt auf und stimmen eine Besuchszeit mit ihm ab. Diese Besuchszeit muss vom Behandlungsteam für Sie persönlich genehmigt und an die Pforte gemeldet werden. Bitte weisen auch Sie eindrücklich darauf hin. Zum vereinbarten Besuchstermin können Sie 30 Minuten vorher kommen. Die bislang gültigen Standards (gültiger Personalausweis, Liste von verbotenen Gegenständen) sind weiterhin gültig. Zusätzlich gilt, dass keine Gegenstände für ihre Angehörigen mitgebracht und übergeben werden dürfen.

Wie wird der Besuch ablaufen?

Sie melden sich im Warte- und Empfangsgebäude in einem der beiden Terminals an und werden wie gewohnt durch das Nummernsystem aufgerufen. Bitte achten sie bereits in diesem Bereich darauf, dass Sie zu anderen Besuchern einen Abstand von mindestens 1,5 m einhalten. Sie werden in der Pforte bei der Personenkontrolle einen Mund-Nasenschutz erhalten, den Sie während der ganzen Besuchsdauer tragen müssen. Gegebenenfalls müssen Sie nach der Einlasskontrolle warten, bis alle Besucher kontrolliert und eingelassen worden sind. Sie werden von einem Mitarbeiter aus dem Bereich Empfang und Sicherheit gemeinsam in den verpflichtend zu nutzenden Besuchsraum geführt. Dort werden Ihnen die Besuchsplätze zugewiesen. Diese Plätze sind mit einer Plexiglasscheibe getrennt. Ein persönlicher Kontakt ist aufgrund der Pandemielage nicht gestattet. Werden die Hygienevorschriften nicht eingehalten, wird der Besuch sofort abgebrochen und Sie werden aus dem Gelände geführt. Ansonsten wird bei ordnungsgemäßem Verlauf der Besuch nach 30 Minuten beendet. Sie erhalten eine Wischdesinfektion, mit der Sie den von Ihnen genutzten Platz desinfizieren. Dann werden Sie in einer Gruppe unter Begleitung eines Mitarbeiters des Bereichs Empfang und Sicherheit wieder an die Pforte geführt. Dort werfen Sie beim Verlassen der Klinik den Mund-Nasen-Schutz ab, erhalten die Gelegenheit, Ihre Hände zu desinfizieren, tauschen wieder Ihren Besucherausweis in Ihren persönlichen Ausweis zurück und können gehen. Wir möchten abschließend darauf hinweisen, dass diese Hygienemaßnahmen mit dem für uns zuständigen Gesundheitsamt abgestimmt sind und nur unter diesen Bedingungen der Besuch unserer Patienten erlaubt ist.

Ausnahmen

Von dieser Neuregelung sind ausgenommen:

  • Betreuerinnen und Betreuer
  • Anwältinnen und Anwälte
  • Gutachterinnen und Gutachter
  • Externe Handwerker und Lieferanten
  • Justizbehörden, sofern sie nicht als Besuchergruppe angemeldet sind
  • Fachkommissionsmitglieder
  • Beauftragte des Bundes und der Länder
  • Parlamentsvertreter und deren Ausschüsse
  • Diplomaten der Herkunftsländer bei Patienten mit ausländischer Staatsangehörigkeit
  • Dolmetscherinnen und Dolmetscher
  • Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Rettungssanitätsdiensten

Sofern Sie weitergehende Fragen haben, verweisen wir auf die Veröffentlichungen des Robert-Koch-Instituts. Unsere Mitarbeiter können Ihnen auch zu den Vorgaben in unserer Klinik Information geben. Fragen Sie ruhig.

Wir bedanken uns im Voraus für die rücksichtsvolle Umsetzung der Maßnahmen und wünschen ihnen einen angenehmen Besuch.

Verbotene Gegenstände

Natürlich müssen wir in unserer Klinik darauf achten, dass das gemeinsame Miteinander in geordneten Bahnen abläuft. Deshalb gibt es eine Auflistung mit Gegenständen, die nicht auf das gesicherte Gelände mitgebraucht oder geführt werden dürfen. Unsere Mitarbeiter sind gehalten, darauf zu achten, dass die aufgeführten Artikel / Gegenstände nicht in die Klinik Nette-Gut gelangen.

Wir hoffen auf Ihr Verständnis für diese Vorgehensweise, da sie der Sicherheit unserer Patienten, Mitarbeiter sowie der Besucher der Klinik Nette-Gut dient.

Infobroschüre der suchttherapeutischen Abteilung

Die Informationsbroschüre für Angehörige, Besucher und Freunde wurde im Rahmen eines Projektes zur Angehörigenarbeit von Patienten der Suchttherapeutischen Abteilung erstellt.

Aus dem Vorwort:
"Diese Broschüre wendet sich an Sie und alle die interessiert sind, mehr über uns, die Patienten der suchttherapeutischen Abteilung der Klinik Nette Gut zu erfahren, wo eine Entziehungsbehandlung gemäß § 64 StGB als sogenannte Maßregelvollzugsbehandlung durchgeführt wird.

Wir haben uns zum Ziel gesetzt, einen informativen Blick auf die nicht selten existentiell bedeutsamen und bewegenden Schicksale der Betroffenen zu werfen. Dies soll helfen, Vorurteile abzubauen und gleichzeitig motivieren, offen mit der Problematik umzugehen.

Der Maßregelvollzug hat die Aufgabe psychisch Kranke und suchtkranke Straftäter mithilfe von therapeutischen Angeboten und pflegerischer Betreuung ein suchtmittelfreies und straffreies Leben zu ermöglichen und sie dadurch wieder in die Gesellschaft einzugliedern.

Die für uns wichtigsten Fragen im Zusammenhang mit dem Maßregelvollzug wollen wir in dieser Broschüre verständlich beantworten.

Wir informieren über die Einrichtung, unsere Diagnosen und unsere Behandlung.

Maßregelvollzug braucht ein gesellschaftliches Klima von Akzeptanz und Sachlichkeit. Diese Informationsschrift soll unser Beitrag dazu sein."

Angehörigenseminar der Suchttherapeutischen Abteilung

Auf einmal ist alles anders.

Für die Behandlung und die Stabilisierung der Patienten ist es nötig, dass die Angehörigen über das Krankheitsbild der Abhängigkeitserkrankung und dem Aufenthalt in einer Forensischen Psychiatrie informiert sind und einen adäquaten Umgang mit den Patienten in Ausnahmesituationen haben, damit sie die Reintegration der Betroffenen bestmöglich unterstützen können.

Weitere Informationen: Angehörigenseminar der Suchttherapeutischen Abteilung (PDF)

Selbsthilfegruppe für Angehörige von Forensik-Patienten

Für Familien mit  Angehörigen in der Klinik Nette-Gut für Forensische Psychiatrie wurde im Jahr 2006 die deutschlandweit erste Angehörigengruppe an einer forensischen Klinik ins Leben gerufen. Die Gruppe steht allen Angehörigen offen, die aus ihrer Isolation heraus wollen und Austausch mit anderen Angehörigen, Informationen und Hilfe wünschen. Die Gruppe ist Mitglied der Familien-Selbsthilfe Psychiatrie, Bundesverband der Angehörigen psychisch Kranker e.V., Bonn. Familien, die in Kontakt mit forensischen Einrichtungen kommen, befinden sich in ihrem sozialen Umfeld häufig in einer besonderen Situation:

  • sie stellen eine Minderheit dar, sind oft isoliert und ausgegrenzt
  • sie werden mitverantwortlich gemacht für das Delikt des psychisch Kranken
  • sie sind völlig uninformiert über die rechtlichen Gegebenheiten
  • sie haben Schwierigkeiten, Ansprechpartner zu finden, die sie aufklären über ihre Rechte und Möglichkeiten, für die erkrankten Angehörigen tätig zu werden

Kontakt

Ingeborg Lenz

Tel.: 02632 42761

Verein der Freunde und Helfer psychisch Kranker e.V.

Seit 1994 engagiert sich der Verein Freunde und Helfer für psychisch Kranke e.V. für die Patienten der Klinik Nette-Gut. Angeboten werden Einzel- und Gruppengespräche, Seidenmalerei, Ausgänge. Es werden auch gemeinsame Veranstaltungen wie Weihnachts- und Karnevalsfeiern, Grillfeste etc. organisiert.

Kontakt

Freunde und Helfer psychisch Kranker e.V.
Klaudia Bade
56626 Andernach

Tel.: 02632 48325

Mobil: 0157 74634093

klaudiabade@yahoo.de

Arbeitskreis Forensische Psychiatrie transparent

Um aufzuzeigen, was hinter den mitunter streng gesicherten Mauern einer Klinik für forensische Psychiatrie tatsächlich geschieht und die Akzeptanz für diese gesellschaftlich relevanten Leistungen zu steigern, hat sich im Jahr 2004 der Arbeitskreis Forensische Psychiatrie Transparent Süddeutschland etabliert. Die in gemeinsamer Initiative der teilnehmenden Einrichtungen aus drei Bundesländern entstandene Website www.forensik-transparent.de gibt differenzierte Auskünfte auf häufig gestellte Fragen: „Was ist Forensische Psychiatrie?“, „Was passiert nach dem Maßregelvollzug?“ und „Was unterscheidet den Maßregelvollzug von der Haft in Justizvollzugsanstalten?“

Das neue Online-Informationsangebot spricht sowohl die breite Öffentlichkeit an als auch Menschen, die sich aus professionellen Gründen intensiv mit dem Thema befassen möchten. Um den Zugang zu diesem komplexen und oftmals abstrakten Thema zu erleichtern, finden die Nutzer anschauliche Patientengeschichten, Erläuterungen zu Therapieprojekten und Porträts von Menschen, die in der Forensischen Psychiatrie tätig sind. Ein fachspezifisches Lexikon enthält Schlagworte zum aktuellen Wissen rund um die forensische Psychiatrie, auch die Rechtsgrundlagen werden ausführlich beschrieben. Informationen über aktuelle Veranstaltungen, neue Rahmenbedingungen, Bauvorhaben und die Aktivitäten des Arbeitskreises ergänzen das Themenspektrum der Website.

Der Arbeitskreis Forensische Psychiatrie Transparent Süddeutschland ist ein Zusammenschluss von Verantwortlichen aus forensischen Kliniken in Rheinland-Pfalz, im Saarland und in Baden-Württemberg. „Gemeinsam möchten wir für mehr Akzeptanz der forensischen Psychiatrie in der Öffentlichkeit sorgen. Außerdem streben wir ein besseres Verständnis für die Chancen und Risiken des Maßregelvollzugs an“, erläutert Wolfram Schumacher-Wandersleb, Ärztlicher Direktor der Klinik Nette- Gut für Forensische Psychiatrie und Mitglied des Arbeitskreises. „Ein weiteres Ziel ist es, einen aktiven Dialog zu Fragen der forensischen Psychiatrie zwischen Vertretern der Medien, der Kliniken, der nachsorgenden Einrichtungen, den in der Nachbarschaft lebenden Menschen und anderen Interessierten herzustellen. Hierbei betrachten wir die neue Website als nützliches Instrument.“

Weitere Informationen: www.forensik-transparent.de