Morbus Perthes

Reha für Kinder und Jugendliche mit Morbus Perthes

In der Klinik Viktoriastift werden Kinder und Jugendliche behandelt, die an Morbus Perthes erkrankt sind.

Morbus Perthes betrifft vor allem Kinder, insbesondere Jungen, um das sechste Lebensjahr. Hierbei handelt es sich um eine Erkrankung des Hüftgelenks, bei der es zu einer Durchblutungsstörung des Knochens im Hüftkopf kommt. Die Erkrankung äußert sich durch belastungsabhängige Hüftgelenkschmerzen. Diese werden durch die betroffenen Kinder jedoch häufig im Kniegelenk verortet. Dem Umfeld der Kinder fällt meist auf, dass sie hinken, um sich zu schonen, scheinbar lauffaul sind und leicht ermüden. Im Verlauf von Morus Perthes kann es aufgrund der veränderten Entwicklung des Hüftkopfes zu einer bleibenden Beinverkürzung kommen.

Was sind die Reha-Ziele bei Morbus Perthes?

Kinder und Jugendliche, die an Morbus Perthes leiden, kommen in die Klinik Viktoriastift, um die Tonisierung der Rumpfmuskulatur und die Koordination der Gesamtmotorik zu verbessern. Auch der Umgang mit der Behinderung im Alltag soll verbessert werden.

Wie wir arbeiten

Einführung in den Reha-Alltag

In der Einführungsphase lernen wir die Kinder und Jugendlichen kennen – und sie uns. Wir besprechen mit ihnen und den Sorgeberechtigten die persönlichen Ziele des Aufenthalts. Die individuellen Probleme werden erhoben und deren Auswirkungen beleuchtet. Neben einer ausführlichen Anamnese erfolgt auch eine Aufnahmeuntersuchung. Flankiert wird dies durch eine Einführung in den Stationsablauf, insbesondere in dem Bereich der Bewegungstherapie.

Erkennen individueller Herausforderungen

Die Probleme, die mit einem Morbus Perthes einhergehen, sind unterschiedlich stark ausgeprägt. Gemeinsam erarbeiten wir, welche dieser Probleme die Kinder und Jugendlichen am stärksten belasten. Dabei werden physische, psychische und soziale Aspekte betrachtet.

Selbstreflektion

Welche Probleme belasten die Kinder und Jugendlichen am stärksten? Gibt es verstärkende Situationen oder Verhaltensweisen? Wie gut ist das gegenwärtige Leistungsspektrum in der Bewegungstherapie? Welche Kompensationsstrategien kennen die betroffenen Kinder- und Jugendlichen zum Ausgleich defizitärer Bewegungsmöglichkeiten? Wie können diese gestärkt werden?

Therapieansätze und Schulungsmaßnahmen

Die Therapie in unserer Klinik ist facettenreich. Bei Patienten, die an einer orthopädischen Erkrankung leiden, stehen folgende Therapie- und Schulungsmaßnahmen im Fokus:

  • allgemeine/neurophysiologische Krankengymnastik und Gruppentraining
  • Mototherapie
  • Ergotherapie
  • Sporttherapie
  • bei Bedarf Rollstuhltraining
  • Medikamente
  • Hilfsmittel
  • Haltungsgymnastik

Ferner werden eine Reihe von Tests durchgeführt. Hierzu zählen unter anderem motologische und ergotherapeutische Test, wie auch EEG und EKG.

Schulunterricht

Die Kinder und Jugendlichen erhalten bei uns Schulunterricht, um den Anschluss während des Reha-Aufenthalts nicht zu verpassen.

Freizeitgestaltung

Neben der eigentlichen Therapie bieten wir den uns anvertrauten Kindern und Jugendlichen ein vielfältiges Freizeitprogramm an. So stehen zahlreiche Sportangebote, Wanderungen, gemeinsame Spiele, Stadtbesuche und das Freizeitgelände „Park der Sinne“ zur Verfügung.

Therapieabschluss

Beim Abschluss des Reha-Aufenthalts erfolgt eine Entlassuntersuchung und ein Abschlussgespräch. In diesem Gespräch beraten wir zur weiteren Therapie und Förderung. Ferner werden psychosoziale Aspekte, wie die Auswirkung der Erkrankung auf die Familie, auf Schule, Freizeitgestaltung und die Berufswahl, besprochen.