Behandlungsgrundsätze

Unsere Behandlungsgrundsätze in der Kinder- und Jugendreha

Grundlage der Arbeit in der Rehabilitation und der Betreuung in der Klinik Viktoriastift ist eine ganzheitliche Sichtweise. Die uns anvertrauten Kinder und Jugendlichen werden nicht über ein Symptom oder eine Erkrankung definiert.

Ziel unserer Arbeit ist es, das Leben und Erleben in der heimischen Umgebung kennenzulernen und zu erkennen, wie dies von den Gesundheitsproblemen beeinflusst wird.

Hieran orientiert sich auch unser Behandlungsgrundsatz, der sich im grundlegenden Ablauf der Rehabilitation äußert.

Ablauf der Reha für Kinder und Jugendliche

Eingangshypothese

Wir klären gemeinsam mit den betroffenen Kindern und Jugendlichen, sowie deren Erziehungsberechtigten die psychosozialen Krankheitsbedingungen. Hierfür erfolgt eine ausführliche Anamnese, ein Elternbrief und das Informieren bei heimischen Helfern (unter anderem Haus-/Kinderarzt, andere Ärzte, Beratungsstellen, gegebenenfalls Jugendämter). Im Fokus stehen die organische und psychomentale Entwicklung, bisherige Behandlungen, andere Hilfestellungen, soziale Situation und die Meinung der Betroffenen zu diesen Fakten.

Erstellung eines Handlungskonzepts

Basierend auf der Eingangshypothese erstellen wir ein individuelles Handlungskonzept für den stationären Aufenthalt. Hierbei werden sowohl diagnostische als auch therapeutische Maßnahmen eingeplant.

Informationsvermittlung und Schulung

Eine ausreichende Information über die Erkrankung ist die Basis, um den Umgang mit dieser zu verbessern. Daher steht die Vermittlung von Informationen im Vordergrund unseres Handelns. Auf dieser Basis werden die Kinder und Jugendlichen auch in Methoden der Selbstkontrolle, der Selbstbestimmung und gegebenenfalls Selbstbehandlung geschult.

Überprüfung und Optimierung von Hilfsmitteln

Sofern die Kinder und Jugendlichen bei der Bewältigung ihrer Erkrankung Hilfsmittel einsetzen, werden diese auf ihre Praktikabilität hin überprüft. Dabei stehen sowohl medikamentöse als auch apparative Therapien auf dem Prüfstand. Ziel ist es, die Kinder und Jugendlichen dazu zu befähigen, diese Hilfsmittel mit geringstmöglichen Eingriffen durch Dritte zu verwenden.

Sekundärprävention

Die meisten Erkrankungen können zu Folgeerkrankungen führen. Hier möchten wir intervenieren und durch den Abbau von Risikofaktoren die Wahrscheinlichkeit von Begleit- oder Folgeerkrankungen reduzieren.

Abschlusshypothese

Nachdem die Kinder und Jugendlichen während ihres Reha-Aufenthalts in einer möglichst realistischen Alltagssituation begleitet wurden, erfolgt die Bildung einer neuen Hypothese zum Entwicklungsstand und zur Belastungsfähigkeit.

Nachsorgekonzept

Auf Basis der, während des Reha-Aufenthalts, gesammelten Erfahrungen und Informationen wird ein realisierbares Nachsorgekonzept entwickelt. Dieses orientiert sich an den Möglichkeiten vor Ort, sodass die Kinder und Jugendlichen, deren Familien, Ärzte und eventuell eingebundene Helfer dieses umsetzen können.

Weitere Informationen stehen Ihnen in unserem Indikationsspezifischen Rehabilitationskonzept (PDF) zur Verfügung.