Neurodermitis

Reha für Kinder und Jugendliche mit Neurodermitis

Kinder und Jugendliche, die an Neurodermitis leiden, haben eine chronische, nicht ansteckende Erkrankung der Haut. Betroffene leiden an roten, schuppenden, manchmal auch nässenden Ekzemen, verbunden mit starkem Juckreiz. Die Erkrankung verläuft in Schüben.

Kinder und Jugendliche, die an Neurodermitis leiden, kommen in die Klinik Viktoriastift, um Unterstützung bei der Krankheitsbewältigung zu erfahren. Hier erfahren sie eine stadiengerechte Therapie und Schulung. Sie erlernen einen angemessenen Umgang mit der Symptomatik und werden bei der Bewältigung von Folgeproblemen unterstützt.

Wie wir arbeiten

Einführung in den Reha-Alltag

In der Einführungsphase lernen wir die Kinder und Jugendlichen kennen – und sie uns. Wir besprechen mit ihnen und den Sorgeberechtigten die persönlichen Ziele des Aufenthalts. Die individuellen Probleme werden erhoben und deren Auswirkungen beleuchtet. Neben einer ausführlichen Anamnese erfolgt auch eine Aufnahmeuntersuchung. Flankiert wird dies durch eine Einführung in den Stationsablauf.

Erkennen individueller Herausforderungen

Die Probleme, die mit einer Neurodermitis einhergehen, sind unterschiedlich stark ausgeprägt. Gemeinsam erarbeiten wir, welche dieser Probleme die Kinder und Jugendlichen am stärksten belasten. Dabei werden physische, psychische und soziale Aspekte betrachtet.

Selbstreflektion

Welche Situationen und Substanzen fördern einen Schub? Wie können sie vermieden werden? Wie kann eine Verschlechterung durch Kratzen verhindert werden? Die Kinder und Jugendlichen werden darin unterstützt, ihre persönlichen Stärken zu erkennen, um sinnvolle Verhaltensweisen zu stärken. Eine Basis hierfür bildet die Schulung in der Anatomie / Physiologie / Pathophysiologie der Haut und Auslöser, um den Kindern und Jugendlichen ein tieferes Verständnis für die Funktionsweise ihres Körpers zu vermitteln. Auch werden die typischen Hautveränderungen bei einer Neurodermitis besprochen.

Therapieansätze und Schulungsmaßnahmen

Die Therapie in unserer Klinik ist facettenreich. Bei Patienten, die an Neurodermitis leiden, stehen folgende Therapie- und Schulungsmaßnahmen im Fokus:

  • Externa (Salben/Bäder, etc.)
  • GBS
  • Diäten
  • Außenseitermethoden
  • Erprobung der körperlichen Belastbarkeit in verschiedenen alltagsnahen Situationen
  • Eincremtechniken
  • Mitbringen und Besprechen der persönlichen Hautpflegemittel
  • Kratz-Stop-Techniken
  • Entspannungsübungen
  • Externe Therapie, z.B. Harnstoff, Kortison, etc., Bäder (Sole/Öl etc.), ggf. UVA

Schulunterricht

Die Kinder und Jugendlichen erhalten bei uns Schulunterricht, um den Anschluss während des Reha-Aufenthalts nicht zu verpassen.

Freizeitgestaltung

Neben der eigentlichen Therapie bieten wir den uns anvertrauten Kindern und Jugendlichen ein vielfältiges Freizeitprogramm an. So stehen zahlreiche Sportangebote, Wanderungen, gemeinsame Spiele, Stadtbesuche und das Freizeitgelände „Park der Sinne“ zur Verfügung.

Therapieabschluss

Beim Abschluss des Reha-Aufenthalts erfolgt eine Entlassuntersuchung und ein Abschlussgespräch. In diesem Gespräch beraten wir zur weiteren Therapie, um eine positive Entwicklung der Kinder und Jugendlichen weiter zu begünstigen.