Skoliose

Reha für Kinder und Jugendliche mit einer Skoliose

In der Klinik Viktoriastift werden Kinder und Jugendliche behandelt, die eine Skoliose aufweisen.

Von einer Skoliose spricht man, wenn eine seitliche Verbiegung oder Verkrümmung der Wirbelsäule vorliegt. Die Wirbelkörper sind hierbei dreidimensional verdreht oder verbogen und die Wirbelsäule rotiert um die Längsachse. Die Symptome sind vielfältig und hängen von der Stärke der Wirbelsäulenverkrümmung ab. Dabei zeigen sich die sichtbaren Veränderungen, wie ein schiefer Rücken, ein schiefes Becken oder unterschiedlich tief hängende Schultern, in der Regel schrittweise mit dem Fortschreiten der Skoliose. Mit Fortschreiten der Skoliose leiden die Kinder und Jugendlichen zunehmend unter Problemen. So wird es immer schwieriger eine gerade Haltung einzunehmen. Taubheit, Lähmung der Gliedmaßen und Rückenschmerzen können auftreten, sowie eine Störung der Reflexe.

Was sind die Reha-Ziele bei einer Skoliose?

Kinder und Jugendliche, die an einer Skoliose leiden, kommen in die Klinik Viktoriastift, um die Tonisierung der Rumpfmuskulatur und die Koordination der Gesamtmotorik zu verbessern. Auch der Umgang mit der bestehenden Skoliose und der Behinderung im Alltag soll verbessert werden.

Wie wir arbeiten

In der Einführungsphase lernen wir die Kinder und Jugendlichen kennen – und sie uns. Wir besprechen mit ihnen und den Sorgeberechtigten die persönlichen Ziele des Aufenthalts. Die individuellen Probleme werden erhoben und deren Auswirkungen beleuchtet. Neben einer ausführlichen Anamnese erfolgt auch eine Aufnahmeuntersuchung. Flankiert wird dies durch eine Einführung in den Stationsablauf, insbesondere in dem Bereich der Bewegungstherapie.

Die Probleme, die mit einer Skoliose einhergehen, sind unterschiedlich stark ausgeprägt. Gemeinsam erarbeiten wir, welche dieser Probleme die Kinder und Jugendlichen am stärksten belasten. Dabei werden physische, psychische und soziale Aspekte betrachtet.

Welche Probleme belasten die Kinder und Jugendlichen am stärksten? Gibt es verstärkende Situation oder Verhaltensweisen? Wie gut ist das gegenwärtige Leistungsspektrum in der Bewegungstherapie? Welche Kompensationsstrategien kennen die betroffenen Kinder- und Jugendlichen zum Ausgleich defizitärer Bewegungsmöglichkeiten? Wie können diese gestärkt werden?

Die Therapie in unserer Klinik ist facettenreich. Bei Patienten, die an einer orthopädischen Erkrankung leiden, stehen folgende Therapie- und Schulungsmaßnahmen im Fokus:

  • allgemeine/neurophysiologische Krankengymnastik und Gruppentraining
  • Mototherapie
  • Ergotherapie
  • Sporttherapie
  • bei Bedarf Rollstuhltraining
  • Medikamente
  • Hilfsmittel
  • Haltungsgymnastik

Ferner werden eine Reihe von Tests durchgeführt. Hierzu zählen unter anderem motologische und ergotherapeutische Test, wie auch EEG und EKG.

Die Kinder und Jugendlichen erhalten bei uns Schulunterricht, um den Anschluss während des Reha-Aufenthalts nicht zu verpassen.

Neben der eigentlichen Therapie bieten wir den uns anvertrauten Kindern und Jugendlichen ein vielfältiges Freizeitprogramm an. So stehen zahlreiche Sportangebote, Wanderungen, gemeinsame Spiele, Stadtbesuche und das Freizeitgelände „Park der Sinne“ zur Verfügung.

Beim Abschluss des Reha-Aufenthalts erfolgt eine Entlassuntersuchung und ein Abschlussgespräch. In diesem Gespräch beraten wir zur weiteren Therapie und Förderung. Ferner werden psychosoziale Aspekte, wie die Auswirkung der Erkrankung auf die Familie, auf Schule, Freizeitgestaltung und die Berufswahl, besprochen.